Warum „Saturdays for future“ nicht funktionieren würde

Warum „Saturdays for future“ nicht funktionieren würde

„Fridays for future“ (FFF) ist derzeit die größte und erfolgreichste Demonstrationsbewegung der Welt. Zeitweise soll die Zahl der Schüler, die freitags die Schule schwänzen, um gegen den Klimawandel zu demonstrieren, bei mehr als einer Million gelegen haben. Unbestritten ist, dass die Initiative immer wieder freitags solide sechsstellige Demonstrantenzahlen erreicht.

Samstags würde das nicht funktionieren. Und zwar einfach, weil samstags die Kosten-Nutzen-Rechnung für die Mehrzahl der Versammlungsteilnehmer negativ wäre.

Samstags müssten die Schüler einen freien Tag opfern, um ihre sehr schönen Transparente und Plakate gegen den Weltuntergang in die zu einem Anteil von 0,04 Prozent aus CO2 bestehende Luft zu halten. Freitags dagegen haben sie die Wahl: Unterricht oder Demoerlebnis. Da fällt die Entscheidung für’s Demonstrieren viel leichter. Nein, für Jakob Blasel von FFF Kiel wird daraus sogar eine Zwangshandlung, wie er im Januar 2019 öffentlich eingestand: „Wir wollen Freitag nicht demonstrieren, wir müssen es.“

Aus diesem Mechanismus bezieht „Fridays for future“ seine Dynamik. Das Ziel – der perfekte Klimaschutz – ist unbestreitbar gut und auf absehbare Zeit unerreichbar, denn wer würde behaupten wollen, dass es jetzt mal reicht mit den einschlägigen Maßnahmen, weil die Welt wieder in Ordnung gebracht sei? Noch mehr Klimaschutz geht immer, weshalb endlos weiterdemonstriert werden kann. Die Sache hat also Perspektive …

„Bei der Klimakrise reden wir über Physik und die ist nicht verhandelbar“, behauptete Luisa Neubauer von FFF Deutschland. Falsch! Wer „Fridays for future“ verstehen will, kann den Physikunterricht getrost schwänzen. Er sollte aber an der Uni in einem anderen Fach gute Noten haben: und zwar in Psychologie.

Manfred Rouhs

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