Böse Architekten: „Bitte keine Araber“

Böse Architekten: „Bitte keine Araber“

Sie suchen einen guten Architekten? Wie wäre es mit dem Büro GKK_Architekten in Berlin? Die sind international hervorragend aufgestellt. Und die Chefetage kann derzeit eine Aufmunterung gut brauchen, denn sie erlebt eine Welle von Beschimpfungen der Gut- und Bessermenschen, nachdem sie es gewagt hat, einen arabischen Bewerber als Praktikanten abzulehnen.

Dumm gelaufen ist aber die Vermischung aus interner und externer Kommunikation. Denn die knappe Bemerkung „bitte keine Araber“ in einer internen Äußerung zu dem Bewerber war selbstverständlich nicht für den jungen Mann selbst bestimmt. Das sollten wir bitte nochmal üben! Das geht gar nicht!

Schlimmer noch: Nach der Veröffentlichungen dieser Äußerungen in den Medien bleibt den Architekten gar nichts anderes übrig, als wortreich ein Missverständnis zu erklären – und den Araber doch noch einzustellen. Doppelt dumm gelaufen …

Zudem kocht der Vorfall die alte Debatte um anonyme Bewerbungsverfahren wieder hoch. Da soll der Gesetzgeber tätig werden und erreichen, dass Bewerbungen um einen Arbeitsplatz künftig ohne Foto, Namen und Angaben zur Herkunft erfolgen müssen. Sitzt dann der Bewerber 3POXW vor dem Personalchef, muss der gute Mann eingeübt freundlich bleiben, nachdem er sieht, dass es sich um einen Araber, Türken oder Afrikaner handelt, den er sowieso nicht einstellen wird, um ihm nach einer Woche Bedenkzeit eine formvollendete Absage mit politisch korrekter, harmloser Begründung zukommen zu lassen.

Das beschleunigt den Klimawandel, weil es unnötige Reiseaktivitäten provoziert. Und es frustriert die bedauernswerten Araber, Türken und Afrikaner, die unverschuldet noch intensivere Zurückweisung erfahren, wenn sie nicht blind, sondern nach einem persönlichen Gespräch weggeschickt werden.

Und dann leben sie doch wieder von Hartz IV und vom Kindergeld, weil der deutsche Arbeitsmarkt böse und rassistisch ist …

 

Kommentieren mit Facebook
Diesen Beitrag teilen: