Zuletzt aktualisiert 29. Juli 2026
Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Laiterbach (SPD) hat am 28. Juli auf X eine wirre Verschwörungstheorie verbreitet. Demnach könnten ausländische Geheimdienste hinter Anschlägen in Deutschland stecken, von denen er glaubt feststellen zu können, sie träten vermehrt vor Wahlen auf. Dabei beruft sich Lauterbach auf einen Bericht des öffentlich-rechlichen Senders „Phönix“, der seinen Parteikollegen Sebastian Fiedler zitiert.
Verschwörungs-Unfug?
Äußerungen wie diese könnte man als aluhutträgertypischen Blödsinn abtun, wenn sie vom Rand der Gesellschaft kämen. Das tun sie aber nicht. Sie haben Raum im aus unser aller Zwangsgebühren finanzierten öffentlich-rechtlichen massenmedialen Betrieb. Und sie sind offenbar wenn nicht nur, so aber auch „Regierungsdenken“: Lauterbach und der SPD-Innenpolitiker Fiedler lassen uns Anteil haben an dem, was in den Köpfen der Entscheidungsträger der bundesrepublikanischen politischen Klasse herumspukt.
Die Operettenlogik hinter solchen Vorstellungen geht aus von der Überlegung, dass nicht sein kann, was nicht sein darf: Nein, Anschläge wie die auf den Berliner CSD haben nichts mit der Migrationspolitik zu tun. Alles, was der AfD nützt, schadet der Weltgemeinschaft der Billig- und Gerechtdenkenden und nützt Russland. Warum also sollten nicht die Russen hinter dem Anschlag stecken?
Scheinwelt der politischen Klasse
Wahnvorstellungen lassen sich leider nicht mit Fakten austreiben. Die Familie des Attentäters Abdul Ballout ist infolge der Politik der offenen Grenzen nach Deutschland gekommen und nicht von den Russen bei uns eingeschleust worden. Der Mörder selbst wurde in Berlin geboren und war deutscher Staatsbürger. Seine Tat ist eine Frucht des Multi-Kulturalismus sowie des hausgemachten Scheiterns unserer Justiz und unseres Bildungssystems.
Folgerichtig ist die bundesrepublikanische politische Klasse für den Anschlag verantwortlich. – Wer erklärt ihnen das?
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