Zuletzt aktualisiert 8. September 2026
Die AfD erzielte in Sachsen-Anhalt an der Urne 51,2 %. Bei der Briefwahl jedoch nur 24,3 % – so viel wie die CDU. – Alt-Parteien hatten bei der Briefwahl beträchtlich höhere Quoten als an der Urne. Nur bei der AfD war es umgekehrt. Wahlfälschung?
51,2 Prozent AfD an der Urne, per Brief nur 24,3 Prozent. Dort liegen AfD und CDU plötzlich gleichauf. Einen solchen Unterschied zwischen Urnenwahl und Briefwahl hat es noch nie gegeben. Das soll ganz normal sein?
Eine Partei, zwei Wahlergebnisse, ja wo sind wir denn?
Seltsam, seltsam, seltsam: Alle anderen Parteien erhielten per Briefwahl prozentual mehr Stimmen, nur die AfD bekam die Hälfte weniger. Höchst seltsam. Zauberei! An der Urne stimmten 51,2 Prozent für die AfD. Bei der Briefwahl waren es nur 24,3 Prozent. Ein Absturz um 26,9 Prozentpunkte.
CDU an der Urne verhungert
Bei der CDU geschah das Gegenteil. Im Wahllokal erhielt sie lediglich 14,5 Prozent, per Brief plötzlich 24,3 Prozent. Damit kamen CDU und AfD bei den Briefwählern auf exakt denselben Prozentwert. Auch SPD, Grüne, Linke, FDP und BSW schnitten per Brief erheblich besser ab als an der Urne. Das Endergebnis: 43,8 Prozent für die AfD. Ohne die Briefwahl hätte sie die absolute Mehrheit der Zweitstimmen erreicht. Ob manipuliert wurde, kann derzeit niemand belegen. Genau deshalb muss nachgezählt werden.
Die mediale Erklärungsmaschine läuft bereits auf Hochtouren.
Briefwähler seien älter, gebildeter und lebten häufiger in Städten. Protestwähler gingen dagegen lieber persönlich zur Urne. Zudem habe die AfD ihren Anhängern selbst empfohlen, nicht per Brief abzustimmen.
Das mag einen Unterschied erklären. Aber keine 26,9 Prozentpunkte.
Offenbar gibt es in Sachsen-Anhalt zwei vollkommen verschiedene Bevölkerungen. Die eine verlässt am Sonntag das Haus und wählt mehrheitlich AfD. Die andere sitzt gebildet am Küchentisch und greift zum roten Umschlag. Kaum wird die Briefmarke angeleckt, wächst die Liebe zu CDU, SPD und Grünen. Die angebliche Botschaft ist deutlich: Die Klugen wählen per Brief. Die Protestwähler marschieren zur Urne. So wird aus einer auffälligen Abweichung nachträglich eine Bildungsstatistik.
Die Briefwahlstimmen müssen erneut ausgezählt werden. Öffentlich, in Ruhe und unter Beobachtung aller Parteien. Selbstverständlich müssen auch Vertreter der AfD an jedem Tisch sitzen und jeden Stimmzettel prüfen können.
Wer überzeugt ist, dass alles mit rechten Dingen zuging, müsste einer Nachzählung gelassen entgegensehen. Danach wären entweder die Zweifel ausgeräumt oder Fehler entdeckt. Beides wäre besser als die jetzige Aufforderung, den Behörden einfach zu glauben. Stattdessen erklären die zuständigen Stellen, das Verfahren sei sicher und die Abweichung bekannt. Damit soll die Angelegenheit erledigt sein. Doch Vertrauen ist keine Dienstanweisung.
Nochmals zum Mitschreiben
AfD 51,2 Prozent an der Urne, 24,3 Prozent per Brief. Wer darin nichts Außergewöhnliches erkennen will, sollte wenigstens den Mut haben, die Umschläge noch einmal öffnen zu lassen. Eine Nachzählung ist eine Offenheit und Bestätigung der Demokratie. Die Weigerung, genau hinzusehen, ist der eigentliche Salto rückwärts.
Schwebt etwa Josef Stalins Geist über Magdeburg?
Wir wollen doch in unserer Demokratie darauf vertrauen, dass man Stalins sowjetische Zählmethode in Sachsen-Anhalt nicht anwendet: „Die Leute, die die Stimmen abgeben, entscheiden nichts. Die Leute, die die Stimmen zählen, entscheiden alles.“
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