Zuletzt aktualisiert 17. Juni 2026
Der derzeit diskutierte 14-Punkte-Plan zwischen den USA und dem Iran ist bislang nicht offiziell veröffentlicht oder von beiden Regierungen vollständig bestätigt worden. Mehrere internationale Medien haben jedoch übereinstimmend einen angeblichen Entwurf veröffentlicht, der als Grundlage für ein späteres Friedens- und Normalisierungsabkommen dienen soll.
Nach den bislang bekannt gewordenen Informationen umfasst der Entwurf im Wesentlichen folgende Punkte:
- Sofortige und dauerhafte Einstellung aller Kampfhandlungen.
- Gewaltverzicht zwischen den USA und dem Iran.
- Einbeziehung des Libanon in die Waffenruhe.
- Aushandlung eines endgültigen Friedensabkommens innerhalb von 60 Tagen.
- Aufhebung der US-Seeblockade gegen iranische Häfen.
- Rückzug amerikanischer Truppen aus den Gebieten rund um den Iran nach Abschluss eines Endabkommens.
- Wiederherstellung der freien Schifffahrt durch die Straße von Hormus.
- Verpflichtung Irans, die Sicherheit des Schiffsverkehrs zu gewährleisten.
- Schrittweise Aufhebung der US-Sanktionen.
- Aufhebung internationaler Sanktionen nach einem endgültigen Abkommen.
- Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte.
- Sofortige Ausnahmeregelungen für iranische Ölexporte.
- Verzicht Irans auf die Entwicklung von Atomwaffen.
- Ein Wiederaufbauprogramm für den Iran mit Investitionen von mindestens 300 Milliarden US-Dollar.
Umstrittene Punkte
Mehrere zentrale Fragen sollen im Entwurf noch nicht abschließend geregelt sein:
- Umfang und Kontrolle des iranischen Atomprogramms.
- Umgang mit bereits vorhandenem angereichertem Uran.
- Das iranische Raketenprogramm.
- Die genaue Ausgestaltung des Truppenabzugs der USA.
- Zeitplan und Bedingungen für die vollständige Sanktionsaufhebung.
Vorsicht bei der Bewertung
Da der Text bislang überwiegend auf durchgesickerten Dokumenten und Medienberichten basiert, ist unklar, ob alle 14 Punkte tatsächlich Bestandteil des endgültigen Abkommens werden. Reuters, AP und andere große Nachrichtenagenturen weisen darauf hin, dass die endgültigen Verhandlungen noch laufen und Änderungen möglich sind.
