Zuletzt aktualisiert 15. Juni 2026

Am Sonntag erlebte die direkte Demokratie der Schweiz wieder einmal eine Sternstunde und führte den Deutschen, Franzosen, Italienern, Spaniern und anderen Europäern vor, wie es zugeht in einem Land, in dem das Volk selbst gefragt wird, wenn es um zentrale Fragen seiner politischen Zukunft geht. Gut 45 Prozent der Schweizer stimmten für und rund 55 Prozent gegen eine Deckelung der Bevölkerungszahl bei 10 Millionen. – Was war falsch an der 10-Millionen-Initiative?

Zuwanderungsstopp durch Bevölkerungs-Deckel?

Träger der Kampagne für eine Begrenzung der Bevölkerungszahl war die wertkonservative Schweitzer Volkspartei (SVP), die einen objektiven Hebel für die Begrenzung der Zuwanderung in die Alpenrepublik institutionalisiert sehen wollte. Zweifellos eine gute Absicht. Dagegen aber wandten Wirtschaftsverbände ein, dass die bei ihnen organisierten Unternehmen künftig mehr qualifizierte Arbeitnehmer benötigen und die Initiative deshalb den wirtschaftlichen Interessen des Landes schaden würde. Das Argument könnte Wechselwähler ins Lager der 10-Millionen-Skeptiker geschlagen haben.

Tatsächlich spielt es für die Stabilität und wirtschaftliche Entwicklungsfähigkeit der Schweiz keine Rolle, ob sie 9, 10 oder 11 Millionen Einwohner hat. Entscheidend sind Bildung und Ausbildung der Bevölkerung. Bei diesen beiden Parametern ist durch Armutsmigration keine Verbesserung zu erwarten.

Armutsmigration und Bevölkerungsschwund

Das gleiche gilt für Deutschland. Eine Sprachverwirrung hat nach biblischer Erzählung schon den Turmbau zu Babel sabotiert. Sie macht auch in unseren modernen Zeiten die Möglichkeit einer produktiven Zusammenarbeit der Glieder einer jeden Volkswirtschaft unmöglich. Massenmigration in den Analphabetismus und in den Bezug sozialer Leistungen zerstört überall in Europa die volkswirtschaftliche Perspektive.

Nicht nur in Europa, überall in der Welt sinken die Bevölkerungszahlen, und zwar analog zum Fortschreiten der Digitalisierung. Deren Auswirkungen führen offenbar mehr und mehr Menschen in die Vereinzelung, statt sie zusammen zu bringen. Solange dieser Trend anhält, blicken wir in einen Abgrund. Weltweit!

Die 10 Millionen Einwohner sind nicht das Problem der Schweiz. Unser aller Problem ist unser Überleben in eigenen Nachkommen und ein Stopp der Armutsmigration. Hier tut eine Trendwende Not, nicht nur in der Schweiz.

Ein Kommentar zu „Was war falsch an der Schweizer 10-Millionen-Intitiative?“

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