In Berlin leben immer mehr Doppel-Bürger.

Zuletzt aktualisiert 3. Juni 2026

Das Bundesland Berlin verzeichnete im Jahr 2025 beachtenswerte 80 Prozent mehr Einbürgerungen als im Vorjahr. 39.000 Menschen erhielten den deutschen Pass. Viele sind jetzt Doppelstaatler. Die meisten „neuen Deutschen“ sind Syrer, Türken und Russen und machen mit der Beibehaltung ihrer alten Staatsbürgerschaft deutlich, dass sie das grundsätzlich auch bleiben wollen.

Zwei Entwicklungen trieben die Einbürgerungen an. Wichtigster Faktor ist das neue Staatsangehörigkeitsgesetzt. Die geänderten Regeln sehen zwar einerseits keine „Turboeinbürgerung“ nach drei Jahren Aufenthalt in Deutschland mehr vor. Aber einen regelmäßigen Anspruch auf Einbürgerung nach fünf Jahren in Deutschland, kombiniert mit dem Recht des Neubürgers, seine bisherige Staatsbürgerschaft behalten zu können.

Wer sich einbürgern lässt, gewinnt also etwas hinzu, ohne ein Risiko einzugehen und irgendetwas aufgeben zu müssen. Das legt für viele in Deutschland lebende Ausländer den Schritt in Richtung doppelte Staatsbürgerschaft nahe.

Zudem bündelten die Berliner Behörden das Einbürgerungsverfahren bereits vor zwei Jahren bei einem zentralen „Landesamt für Einwanderung“, dessen Personalbestand verdoppelt wurde. Während auf den Bürgerämtern der Bezirke lange Wartezeiten und Termine, die um Wochen oder Monate in der Zukunft liegen, nach wir vor üblich sind, geht es bei der Einbürgerung schnell. Das berichtet die „Welt“.

So geht es zu im Deutschland von Friedrich Merz: Wer bereits Deutscher ist, muss warten, verzichten, zahlen und sich hintenanstellen. Für alle anderen ist Geld da, und Wartezeiten werden kurz gehalten.

 

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