Zuletzt aktualisiert 31. August 2026
Bundeskanzler Friedrich Merz wird nicht müde, ein deutsches Wirtschaftswachstum zu beschwören, das es realwirtschaftlich nicht gibt. Er beruft sich auf Zahlen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, die ein Wachstum im Promillebereich ausweisen. Rechnet man allerdings jene schuldenfinanzierten Milliardenausgaben aus der Statistik heraus, die der Bund selbst inszeniert hat, ergibt sich eine ungebremste Rezession, die nach wie vor alle Branchen nach unten zieht, die nicht mit Geld aus dem staatlichen Füllhorn geflutet werden.
Das ist weder umstritten, noch lässt es sich geheim halten. Trotzdem spielt die volkswirtschaftliche Realität in weiten Teilen der öffentlich-rechtlichen und der massenmedialen Berichterstattung keine Rolle. Wo die Fakten erwähnt werden, bleiben sie außerhalb der Fachpresse in Nebensätzen versteckt, wie beispielsweise hier in einem Bericht der „Deutschen Handwerks Zeitung“, der gestützt auf eine DPA-Meldung das Promille-Wachstum zum etwa zehn Mal höheren Anstieg des Haushaltsdefizits in eine Beziehung setzt:
Das Defizit wächst schneller als die Wirtschaft
„Weil der Staat mit dem Sondervermögen Infrastruktur schuldenfinanziert Milliarden in Straßen, Schienen und Verteidigung steckt, erwarten Experten, dass die Defizitquote von 2,7 Prozent im vergangenen Jahr auf mehr als vier Prozent 2027 steigen wird.“
Wenn die Wirtschaft um 0,4 Prozent wächst, das Haushaltsdefizit aber um 4 Prozent, hat der Staat wieder einmal offensichtlich katastrophal gewirtschaftet.
Verlust qualifizierter Arbeitskräfte
Eine andere Zahl verdeutlich, was dauerhafte Rezession bedeutet: Deutschland baut Monat für Monat im Durchschnitt 15.000 Arbeitsplätze in der Industrie ab. Das können auch die Öffentlich-Rechtlichen nicht verschweigen. Diese Arbeitsplätze verlangen qualifiziertes Personal, das gut bezahlt wird. Neue Arbeitsplätze entstehen bei Billig-Dienstleistern, im Gesundheitssektor und hier insbesondere in der Pflege – also dort, wo das neue Prekariat heranwächst oder wo es darum geht, eine alternde und schrumpfende Bevölkerung in den Untergang zu begleiten.
Friedrich Merz dagegen sieht, „dass die Wirtschaft langsam Tritt fasst“. Sein Programm läuft auf die Vollendung des Zerstörungswerks von Angela Merkel hinaus: Das Bildungssystem wird durch Zuwanderung ruiniert, das Prekariat durch Zuwanderung ausgeweitet, die verbliebenen Leistungsträger werden ausgepresst, bis sie aufgeben.
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