Zuletzt aktualisiert 5. Mai 2026
Der Impfstoffhersteller Biontech schließt mehrere Standorte u.a. in Deutschland. Nach einem Bericht des „Fokus“ sollen bis zu 1860 hochdotierte Arbeitsplätze auf der Kippe stehen. Hintergrund des Rückgangs der wirtschaftlichen Aktivitäten des Unternehmens ist die mangelnde Nachfrage an Corona-Impfstoffen, die seit dem Ende der Pandemie nur noch schwer abzusetzen sind.
396 Millionen Euro staatliche Fördermittel
Die Coronazeit kannte nicht nur, aber auch in Deutschland ihre offiziös inszenierten Helden: Christian Drosten und Karl Lauterbach gehörten dazu, aber auch Uğur Şahin und Özlem Türeci von Biontech, die mit Orden dekoriert und bei zahllosen offiziellen Anlässen herumgereicht wurden, weil sie den ersten supermodernen MRNA-Impfstoff gegen Corona entwickelt hatten. Das Traumpaar der deutschen Coronaforschung gefiel Politikern und Medienmachern offenbar insbesondere aufgrund seines türkischen Migrationshintergrunds. Die Botschaft war klar: Biontech ist eine Erfolgsgeschichte, und die Migration aus der Türkei ist es ebenfalls.
Dem wirtschaftlichen Heiligenschein half der deutsche Steuerzahler mit 396 Millionen Euro Fördermitteln für die Entwicklung des Coronaimpfstoffs in den Jahren 2020 und 2021 nach. Hinzu kam ein günstiger Kredit über 100 Millionen Euro von der Europäischen Investitionsbank (EIB) im Jahr 2020. Im Jahr zuvor hatte die EIB bereits 50 Millionen Euro für die Grundlagenforschung von Biontech kreditiert, wodurch das Unternehmen bei Pandemiebeginn besser aufgestellt war als andere Impfstoffhersteller.
Vorzeige-Unternehmer steigen aus
Allzu nachhaltig wirkten die öffentlichen Mittel offenbar nicht. Das scheinen Şahin und Türeci bereits vor einiger Zeit zutreffend abgesehen zu haben, denn sie scheiden zum Ende des Jahres 2026 planmäßig bei Biontech aus und werden nicht in die Verlegenheit kommen, der Öffentlichkeit schlechte Nachrichten mitteilen zu müssen, wenn die Zahl der Arbeitsplätze bei Biontech reduziert wird.
Was bleibt, ist eine extrem kurze Blasenbildung, wirtschaftlich ebenso wie medial und politisch. Şahin und Türeci aber können sich glücklich schätzen: Sie haben bis ans Ende ihres Lebens ausgesorgt.


Bei dieser Erfolgsgeschichte und bei vielen anderen hat offenbar die Staatskasse nachgeholfen.