Zuletzt aktualisiert 2. Mai 2026

Eine gegen Donald Trump gerichtete öffentliche Äußerung von Friedrich Merz am vergangenen Montag führt zum Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland. Auslöser war ein zunächst harmlos wirkender Auftritt des deutschen Bundeskanzlers in der Aula des Carolus-Magnus-Gymnasiums im sauerländischen Marsberg, also in seiner alten Heimat. Da plauderte Merz drauflos, der Irankrieg komme nicht so schnell zu einem Ende, „weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben“. Teheran hätte die US-Streitkräfte „gedemütigt“.

Plauderei mit Folgen

Deutsche Medien zitierten diese US-kritischen Bemerkungen. Trump reagierte darauf am Mittwoch mit der Äußerung auf „Truth Social“, es sei „kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht, ökonomisch und auch sonst“, weil Merz „keine Ahnung hat, wovon er redet“. Dem folgte erst die Ankündigung des Abzugs der 5.000 US-Soldaten. Und dann legte er am Freitag noch eine Erhöhung der Importzölle auf Fahrzeuge aus der EU von 15 auf 25 Prozent nach.

Der US-Truppenabzug schadet Deutschland nicht wirklich und ändert auch nichts an der strategischen Gesamtsituation, denn mehr als 30.000 US-Soldaten verbleiben in Deutschland. Langfristig kann er Deutschland zu mehr politischer, wirtschaftlicher und militärischer Souveränität drängen, zu der wir offenbar aus eigener Kraft derzeit nicht hinfinden.

Zollhammer kostet Arbeitsplätze

Die Erhöhung der Zölle dagegen trifft die strauchelnde deutsche Automobilindustrie zur Unzeit und wird uns Tausende Arbeitsplätze kosten.

Bemerkenswert ist hierbei, dass Merz ganz offenbar nicht bewusst, sondern aus nichts als Dummheit heraus den Konflikt mit Washington herbeigeführt hat. Er verkennt völlig seine Situation und plauderte in Marsberg daher wie eine Privatperson, ohne die Folgen seiner Äußerungen abschätzen zu können. Genau das unterscheidet einen umsichtig handelnden Staatsmann, der durchaus auch einmal einen Konflikt mit anderen suchen kann, von einem politischen Trottel: Der eine weiß, was er tut – der andere nicht.

Merz kann es nicht

Merz verkennt seine Situation. Die schwarz-rote Regierungskoalition ist am Ende, bevor sie richtig in Fahrt gekommen ist. Die von ihm ausgerufene Asylwende ist gescheitert. Das deutsche Stadtbild trübt sich weiter ein. Unsere wirtschaftliche Entwicklung ist katastrophal, und soweit die offiziellen Statistiken ein Mini-Wachstum ausweisen, ist dessen Grundlage eine absurd angestiegene Staatsverschuldung, die zu Inflation und Steuererhöhungen in der Zukunft hinführen wird.

Deutschland hat zur Lösung des Irankonflikts bislang nicht beigetragen, und trotzdem tritt der deutsche Bundeskanzler mit großer Klappe auf und belehrt den US-Präsidenten. Die Folgen sind ein empfindlicher wirtschaftlicher Schaden für Deutschland.

Friedrich Merz kann es nicht. Er sollte vom Amt des Bundeskanzlers zurücktreten, um weiteren Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.

Ein Kommentar zu „Friedrich Merz, der US-Truppenabzug und das Gesetz der Dummheit“

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