Zuletzt aktualisiert 7. Mai 2026
Bärbel Bas (SPD), Bundesministerin für Arbeit und Soziales, hat bei einer Anhörung im Deutschen Bundestag auf Fragen von Vertretern der AfD-Fraktion allen Ernstes behauptet, es gäbe keine Einwanderung ins deutsche Sozialsystem. Wahr dagegen ist, dass Zuwanderer in Deutschland im erheblichen Umfang folgende Leistungen beziehen:
Bürgergeld
Kindergeld
Wohngeld
Sozialhilfe
Grundsicherung im Alter
Asylbewerberleistungen
Kranken- und Pflegeleistungen
Leistungen für Bildung und Teilhabe
Die häufigsten Herkunftsländer der Leistungsbezieher sind:
Ukraine
Türkei
Syrien
Afghanistan
Irak
Rund 62 bis 63 Prozent der erwerbsfähigen Bürgergeld-Bezieher haben in Deutschland einen Migrationshintergrund. Sie machen also die Mehrheit der Bezieher solcher Leistungen aus. Etwa 2,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund beziehen Bürgergeld. Allein die staatlichen Aufwendungen für 461.000 Personen, die im vergangenen Jahr Geld aus nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhielten, lagen bei etwa 6,7 Milliarden Euro. Die Bürgergeld-Zahlungen an Menschen mit Zuwanderungshintergrund lagen im Jahr 2025 oberhalb von 26 Milliarden Euro.
Nicht ausgewiesen werden die Krankenkassenleistungen an Zuwanderer, die nie Geld in die deutschen Kassen eingezahlt haben. Offensichtlich ist aber, dass diese Leistungen einen erheblichen Teil der wirtschaftlichen Probleme des deutschen Gesundheitssystems ausmachen.
Die Zuwanderungspolitik kann deshalb nicht isoliert von den Problemen des deutschen Gesundheits- und Sozialsystems diskutiert werden. Alles andere ist Realitätsverweigerung.

