Zuletzt aktualisiert 23. August 2026
Die Schweizer Zeitung „Blick“ meldet geradezu absurde Zahlen zur Kriminalitätsquote von Asylbewerbern aus Nordafrika. Jeweils vier von fünf Asylbewerbern aus dem Maghreb werden demnach in der Alpenrepublik der Begehung einer Straftat verdächtigt. Die Zahlen beruhen auf einer internen Auswertung des Staatssekretariats für Migration (SEM) und beziehen sich auf Asylsuchende im Jahr 2024 in der Zeit während ihres Verfahrens oder nach einer negativen Entscheidung.
Die Gruppe der Nordafrikaner weist damit eine erhebliche Diskrepanz zu anderen Herkunftsgruppen aus.
Vergleich mit anderen Herkunftsgruppen
Bei Asylsuchenden aus allen übrigen Herkunftsstaaten betrug der Anteil der nach Strafgesetz beschuldigten Personen 12,3 Prozent. Zum weiteren Vergleich: In der Schweizer Bevölkerung wurden 0,6 Prozent einer Straftat beschuldigt, bei der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung 1 Prozent, bei Ukraine-Flüchtenden mit Schutzstatus S 1,9 Prozent und bei vorläufig Aufgenommenen 3,8 Prozent.
Kontext und Asylquoten
Die Erfolgsquote von Asylgesuchen aus nordafrikanischen Ländern ist niedrig: 99 Prozent der Gesuche werden abgelehnt. Das Staatssekretariat für Migration betont, dass die große Mehrheit der Asylsuchenden sich korrekt verhält – 96 Prozent der Asylbevölkerung wurden 2025 keiner Straftat beschuldigt. Junge Männer aus dem Maghreb sind laut SEM hauptsächlich für Zwischenfälle in Bundesasylzentren und für einen überproportionalen Anteil der Gewalt- und Sexualdelikte verantwortlich.
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