Alexander Dobrindt und die Revolutionierung der herrschenden Rhetorik

Alexander Dobrindt und die Revolutionierung der herrschenden Rhetorik

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Eines der etwas weniger blutrünstigen Zitate, die dem marxistischen Revolutionär und Mörder Ernesto „Che“ Guevara zugeschrieben werden, lautet: „Worte, die nicht mit Taten übereinstimmen, sind unwichtig.“ Dieses Zitat ließe sich gut auf ein Stück Holz schreiben, das Alexander Dobrindt an der Stirne festgenagelt werden könnte. Denn wenn dieser CSU-Apparatschik eines in seinem Leben niemals werden wird, dann ein Revolutionär.

Das hält den CSU-Landesgruppenchef nicht davon ab, große Töne zu spucken. Bis hin zur Forderung nach einer Konservativen Revolution in Deutschland, die, gäbe es sie denn, ihn und Seinesgleichen zweifellos politisch marginalisieren würde.

Dobrindts Worte stimmen nicht mit der Politik der CSU überein:

Derzeit wird an rund 260 bayerischen Schulen islamische Religion unterrichtet. Kultusminister Ludwig Spaenle (selbstverständlich ein Parteifreund des Möchtegern-Revolutionärs Dobrindt), will den islamischen Religionsunterricht in den kommenden Jahren auf alle staatlichen Schulen in Bayern ausdehnen. Es gehe darum, bei der Herausbildung einer islamischen Identität in Deutschland stützend aktiv zu sein, erläutert dazu der Bayerische Lehrerverband.

Das hält Dobrindt nicht davon ab, den Wählern mit markigen Worten Sand in die Augen zu streuen. Er schreibt:

„Wer integrieren will, muss auch wissen, wohin – in welche Gesellschaft und welches Wertesystem. In unseren Klassenzimmern hängen Kreuze, bei uns geben sich Mann und Frau die Hand, bei uns nehmen Mädchen am Sportunterricht teil, wir zeigen in der Öffentlichkeit unser Gesicht. Das muss jeder akzeptieren, der in Deutschland wohnt. Scharia und Burka, Kinderehen und Zwangsverheiratungen, islamistische Hasspredigten und religiöse Hetze haben in unserem Land keinen Platz.“

Dieses Zitat belegt, immerhin, dass Alexander Dobrindt lesen kann. Offenbar hat er das Programm der bayerischen AfD gelesen, und jetzt liest er uns daraus vor, um für seine Partei bei der anstehenden Landtagswahl im Herbst dieses Jahres das Schlimmste abzuwenden. Derzeit liegt die CSU in den Meinungsumfragen unter 40 und die AfD deutlich oberhalb von 10 Prozent der Stimmen. Daraus könnte durchaus noch ein Verhältnis von 35 zu 15 werden. Dem will Dobrindt offenbar vorbeugen – mit revolutionärer Rhetorik.

Was Dobrindt & Co. jetzt verzweifelt suchen, sind Dumme, die auf ein solches Geschwätz hereinfallen.

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