Zuletzt aktualisiert 30. Mai 2026

Seit dem Jahr 2013 flossen mehr als acht Millionen Euro deutsches Steuergeld an den Verein „Islamic Relief“, der nach einem Bericht der „NZZ“ mit der Muslimbruderschaft personell und ideologisch verflochten sein soll. Die Schweizer, aber auch deutsche Journalisten berufen sich dabei auf Informationen des Bundesrechnungshofs. Der Vorgang offenbart ein grundsätzliches Dilemma der angestrengten deutschen Bemühungen, mit Steuergeld gute Werke in aller Welt und für alles und jedermann zu tun.

„Islamic Relief“ ist ein nach deutschem Recht eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein. Er wird vom deutschen Finanzamt kontrolliert und leistet anerkannte gemeinnützige Aktivitäten wie beispielsweise humanitäre Hilfe im muslimischen Ausland zur Linderung der Folgen von Kriegen und Naturkatastrophen sowie islamische Telefonseelsorge in Deutschland. Ein Teil der Mitglieder stammt aus Ägypten und ist sunnitisch-islamischen Glaubens.

Die Muslimbruderschaft ist in Ägypten eine Massenorganisation mit Millionen Anhängern. Ihr Wahlspruch lautet: „Gott ist unser Ziel, der Prophet unser Führer, der Koran unsere Verfassung.“ Sie stellt das muslimische Gesetz ausdrücklich in Konkurrenz zu jeder weltlichen politischen Ordnung und ist für zahlreiche tödliche Anschläge im Nahen Osten verantwortlich.

Wer in Deutschland eine größere Zahl von Ägyptern organisiert, müsste schon sorgfältig und mit geheimdienstlicher Hilfe sieben, falls ganz sicher keine Muslimbrüder dabei sein sollen. Die Vereinsziele von „Islamic Relief“ haben nichts mit Terrorismus zu tun. Aber auch humanitäre Hilfe für die Muslimbrüder im Nahen Osten stärkt deren Handlungsfähigkeit, und zu den Handlungen der Muslimbrüder gehören eben gerade auch terroristische Aktivitäten.

Deutschland hat den Feind in die Burg gelassen. Jetzt nützt es nichts mehr, nur die Burgzinnen zu bewachen. Die Auseinandersetzung mit dem politischen Islam in Deutschland in all seinen Varianten wird zu einer Mammutaufgabe, der die alten politischen Kräfte offenbar nicht gewachsen sind.


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Ein Kommentar zu „Deutsches Steuergeld für den Heiligen Krieg“

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