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Zuletzt aktualisiert 13. Juli 2026

Tina Ruland hat einem Promi-Kanal bei der Emmy Party 2026 im Schlosshotel Berlin ein Interview gegeben, das gerade in den sozialen Netzwerken viral geht. Bei bester Laune und in einer herzerfrischend klaren Sprache liest sie den „Altparteien“ die Leviten.

Tina Ruland ist den Älteren unter uns noch als Friseurin „Uschi“ aus „Manta Manta“ bekannt. Die modern inszenierte Filmkomödie erschien 1991 und fing den Geist der Nachwende-Zeit in schnell bewegten Bildern und mit flotten Sprüchen ein. Die muss Ruland offenbar unter der Woche kein Regisseur ins Drehbuch schreiben: Die 59-Jährige ist damals wie heute weder auf den Kopf, noch auf den Mund gefallen.

Kulturelle und politische Hegemonie

Warum ist es wichtig, dass sie in diesem Interview von „Altparteien“ spricht?

Im Begriff „Altparteien“ werden CDU/CSU, SPD und FDP zusammengefasst. Er fand Ende der 1970er Jahre Eingang in den deutschen politischen Sprachgebrauch und wurde zunächst in der Umweltschutzbewegung geprägt und dann auch von den Grünen verwendet. Seit den 1980er Jahren ist er zudem fester Bestand des Sprachgebrauchs aller national und freiheitlich geprägten politischen Bewegungen in Deutschland. In deren objektiver Nachfolge verwendet ihn heute auch die AfD.

Der italienische Marxist Antonio Gramsci hat bereits in den 1920 Jahren bemerkt, dass die kulturelle Hegemonie einschließlich der Deutungshoheit über die Begriffe jedem politischen Umbruch vorausgeht. Darauf nahm Alain de Benoist, Vordenker der französischen Nouvelle Droite, in den 1980er Jahren positiven Bezug. Den hat Björn Höcke gelesen, der sehr zutreffend feststellt:

„Sprache ist kein neutrales Werkzeug, sondern ein politisches Kampffeld. Wer Begriffe besetzt, bestimmt, worüber und wie Menschen nachdenken. Und wer den politischen Diskurs prägt, der beherrscht die Politik – egal, ob er in der Opposition ist oder in der Regierung.“

Wandel im politischen Bewußtsein

Bedeutend ist in diesem Zusammenhang: Tina Ruland, stammt nicht aus Sachsen oder Thüringen, sondern aus Köln. Seit 2011 lebt sie in Berlin. Wie in den wohlhabenden Kreisen der Metropolen eines Landes gesprochen wird, ist für dessen Zukunft nicht unwichtig – und in diesem Fall ermutigend.

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