Zuletzt aktualisiert 7. August 2026
Am 7. August 2026 wurde in Deutschland offiziell ein seltener politischer und militärischer Alarmzustand ausgerufen. Der Nationale Sicherheitsrat tagte unter Vorsitz des Bundeskanzlers, wenn auch nur telefonisch, nachdem das die Grünen gefordert hatten. Und der Generalbundesanwalt zog den Fall eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr in der Nacht vom 5. auf den 6. August am Flughafen Leipzig/Halle an sich.
Dort war ein bislang nicht identifiziertes Flugobjekt, möglicherweise eine Drohne, in der Luft mit einer DHL-Frachtmaschine kollidiert, die zwar nicht nennenswert beschädigt wurde, aber trotzdem vorsichtshalber in Hannover notlandete. Die Kollision ereignete sich in nur etwa 6.000 Metern Abstand zum Flughafen Leipzig/Halle.
Umgebaute Hobby-Drohne
Am Boden gelang es einem für die Flughafengesellschaft tätigen Busfahrer, in der Nähe mehrerer ukrainischer Antonov-Flugzeuge (AN-124) eine mittelgute Hobbydrohne abzufangen, die allerdings kunstvoll mit 800 Gramm militärischem Sprengstoff und einem Zünder umgerüstet worden war. Zu einer Explosion kam es nicht. Das Corpus delicti wurde sichergestellt.
Der Flughafen Leipzig/Halle gilt als Drehkreuz für NATO-Rüstungstransporte, insbesondere im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg. Die ukrainischen Antonov-Maschinen sind dort seit Kriegsbeginn 2022 stationiert und führen in Zusammenarbeit mit der NATO ständig schwere Frachttransporte durch. Zunächst hieß es, eine der Maschinen sei zum Zeitpunkt des Drohnen-Vorfalls mit Munition beladen gewesen. Diese Meldung wurde kurz danach dementiert.
Täter Russen oder Ukrainer?
Falls das die Russen waren, dann kam offenbar deren zweite Reihe mit beschränkten militärisch-technischen Kenntnissen zum Einsatz. Zu befürchten steht, dass Russland möglicherweise auch in Deutschland über Kräfte verfügt, die Aufgaben wie einen Drohnenangriff auf große, auffällige ukrainische Transportmaschinen, deren Standort allgemein bekannt ist, besser erledigen können.
Waren es die Ukrainer, dann hätten sie den Auftrag, in Deutschland für Alarmstimmung zu sorgen, ohne echten Schaden anzurichten, bravourös abgearbeitet.
Ist Deutschland Kriegspartei?
So oder so widerlegt der Vorgang die grundfalsche Annahme, Deutschland könne in einem langjährigen Krieg mit jetzt bereits mehr als einer Million Toten auf beiden Seiten als ruhiges Hinterland für Waffen- und Munitionstransporte fungieren, ohne selbst zum Ziel von Angriffen zu werden.
In diesem Sinne könnte der deutsche Politikbetrieb den Warnschuss von Leipzig zum Anlass nehmen, die eigene Rolle im Ukrainekrieg zu überdenken. Und energischer als bisher auf einen Friedensschluss hinzuwirken.
Fragen Sie hier gerne nach Details und nach der weiteren Entwicklung im Zusammenhang mit dem Drohnenspuk von Leipzig:
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