Zuletzt aktualisiert 18. September 2026
In der spanischen Enklave Ceuta kam es am Morgen des 18. September 2026 zu dramatischen Szenen, als die spanische Polizei eine wilde Siedlung von Armutsmigranten am Strand auflöste, um rund 1.700 Menschen in ein vorbereitetes Zeltlager zu bringen. Der Vorgang ruft uns in Erinnerung, dass Ceuta immer noch ein ungesichertes Einfallstor für irreguläre Migration nach Europa ist.
Vor allem aber macht er deutlich, dass die zuwanderungsfreundliche Regierung in Madrid das Problem der Belagerung Ceutas durch Nordafrikaner nicht lösen, sondern zum Dauerzustand machen will. Es wäre das eine gewesen, die Migranten am Strand in Boote zu verladen und sie nach Afrika zurückzuführen. Etwas anderes ist es, ihnen Zeltstädte im Inneren Ceutas zu errichten und sie so zum längerfristigen Verbleib einzuladen.
Die Regierung des Sozialisten Pedro Sánchez wird das Problem in Ceuta nicht lösen. Und die EU-Institutionen lösen es schon gar nicht. Der EU-Innenkommissar Magnus Brunner hat Spanien die „volle Solidarität“ der EU-Institutionen zugesichert. Das bedeutet offenbar nicht, Unterstützung bei der Rückführung. Sondern bei der Aufnahme und der Verteilung der Afrikaner.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will keine Migranten aus Ceuta in Deutschland aufnehmen. Genau das fordert die Linke ganz offiziell, während sich SPD und Grüne hinter der Formel zurückziehen, Europa müsse in Sachen Ceuta „Geschlossenheit“ zeigen, was immer das auch heißen mag.
So oder so wird der deutsche Steuerzahler als größter Netto-Zahler der EU einen gehörigen Teil der Ceuta-Krise bezahlen, die mit den aktuellen Maßnahmen dazu übergeht, ein Dauerzustand zu werden.
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