Auch Sido ein wirrer „Verschwörungstheoretiker“?

Auch Sido ein wirrer „Verschwörungstheoretiker“?

Sido – Foto: CC-Lizenz, Frank Schwichtenberg

Jetzt steht auch der Musikkünstler Sido im Verdacht, ein „Verschwörungstheoretiker“ zu sein. Dafür reicht es mittlerweile offenbar aus, innerhalb von 38 Minuten „Corona“, „Rockefeller“, „Rothschild“ und „verschwundene Kinder“ zu sagen, unabhängig vom Zusammenhang, in dem diese Äußerungen stehen. Wie die Massenmedien manipulieren, lässt die Gegenüberstellung zweier Youtube-Videos erkennen.

Da ist zunächst das Originalgespräch zwischen Sido und einem dynamischen jungen Menschen namens Ali (ebenfalls Musikkünstler), der offenbar einen erheblichen Teil seiner Tageszeit mit Onlineaktivitäten verbringt und dessen körperliche Konstitution eine Anpassungsleistung an diese Lebenslage vollzogen zu haben scheint. Beide plaudern teils munter, teils durchaus ernsthaft drauf los. Eine Arbeitshypothese zu der Frage, was genau „Corona“, „Rockefeller“, „Rothschild“ und „verschwundene Kinder“ miteinander zu tun haben, transportiert das Video nicht. Aber die Begriffe fallen, und so scheint es sich für die Qualitätsjournalisten von der „Bild“-Zeitung anzubieten, zur Schere zu greifen und munter drauflos zu schnipseln.

Das Ergebnis ist dieses Video, das beansprucht, Sido der Verbreitung von Verschwörungstheorien zu überführen:

Die behaupteten Zusammenhänger ergeben sich indessen, wie jedem sorgfältigen Beobachter auffällt, nur aus den Bildunterschriften der Videomacher aus dem Hause Springer und nicht aus dem, was Sido tatsächlich äußert.

So machen sie es immer. Diese Art von „Journalismus“ entlarv sich selbst. Das reicht, um eine ganze Kampagne zu füttern, sie wahrscheinlich noch einige Tage durch den Blätterwald rauschen wird. Bis es dann langweilig wird und die Journaille die nächste Sau durchs mediale Dorf treibt.

Dabei beweist das Ausgangsvideo eigentlich nur eines zwingend: Ali lebt ungesund und sollte unbedingt mindestens 30 Kilo abnehmen. – Alles andere ist Ansichtssache.

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