AfD ist Gewinner des schwarzen Koalitionsstreits

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Das politische Sommertheater der CSU hat den Unionsparteien bundesweit geschadet, in Bayern aber geringfügig genutzt. Das ergibt sich aus aktuellen Meinungsumfragen sowie den Erhebungen der Vormonate.

Hauptstoßrichtung der politischen Scheinaktivitäten Horst Seehofers und Markus Söders ist offenbar die bayerische Landtagswahl im Oktober und hier insbesondere die Auseinandersetzung mit der AfD, deren Einzug in den Landtag die CSU ihre bisherige absolute Mehrheit kosten wird. Offensichtliche Absicht der CSU ist es, als vermeintliche „Anti-Asyl-Partei“ die AfD überflüssig zu machen und ihr Wählerpotential aufzusaugen.

Diese Strategie ist krachledernd gescheitert.

Nach einer Umfrage des Instituts Civey legte die CSU zwar in Bayern gegenüber den Vormonaten zu, und zwar von rund 39 auf 42,5 Prozent. Die AfD verliert aber nur unmerklich und liegt immer noch bei 13,1 Prozent (gegenüber zuvor 13,5 Prozent).

Die strategische Gesamtsituation ändert sich also für die CSU nicht. Sie wird nach der Bayernwahl 2018 für die Regierungsbildung auf (mindestens einen) Koalitionspartner angewiesen sein.

Bundesweit dagegen hat der schwarze Koalitionsstreit der AfD genutzt und den Unionsparteien geschadet. Im Juni lagen CDU und CSU noch bei 32 bis 33 Prozent (Zahlen laut Allensbach und Emnid), während die AfD mit 13 bis 14 Prozent veranschlagt wurde (gegenüber 12,6 Prozent bei der Bundestagswahl 2017). Im Juli sackte die CDU/CSU in den Umfragen auf 29 bis 30 Prozent ab,  die AfD aber legte auf 16 bis 17 Prozent zu.

Seehofers Propaganda-Schuss ging also überregional nach hinten los. Der Wähler weiß offenbar das Original von der Fälschung zu unterscheiden.

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