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Zuletzt aktualisiert 31. Oktober 2026

Vor den Demonstrationen lassen Händler am Berliner Ku’damm ihre Schaufenster mit Holzplatten regelrecht zunageln. Sie fürchten Verwüstungen und Plünderungen wie zuletzt in Frankreich, Belgien und Italien.

Wie lange wollen Luxusmarken Spitzenmieten bezahlen, wenn sie ihre Ware hinter Brettern vor Dieben schützen müssen? Eine Politik, die ohnehin alles „Reiche“ enteignen will, legt den Nährboden.

Luxus sei „unsozial“, angreifen sei revolutionär

Am Morgen des 31. Oktober 2026 erinnert manches am Ku’damm an einen Baumarkt. Statt glänzender Schaufenster sieht man Holzplatten. Auch die können Angreifer zertrümmern. Zwischen Gedächtniskirche und Adenauerplatz locken große Namen: Chanel, Dior, Gucci, Cartier und Tiffany. Mode, Uhren, Schmuck.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts prägen große Schaufenster unsere Einkaufskultur. Sie machen aus einer Straße eine Bühne. Jetzt kommt die Dekoration aus dem Baumarkt. Spanplatte statt Seidenschal. Der teuerste Schmuck verschwindet hinter dem billigsten Holz. Juweliere haben ihre Auslagen vorsorglich leer geräumt. Auch die teuren Handtaschen werden in Sicherheit gebracht. Der Luxus geht schon mal in Deckung.
Eine Alarmanlage hält keinen Mob auf Frankreich lieferte die Warnung. Nach den Ausschreitungen vom 17. Oktober berichtete das Handelsblatt über Linksradikale und muslimische Jugendliche aus den Vorstädten. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt nannte Linksextremisten und Migranten als Urheber der Gewalt. Reuters berichtete am 24. Oktober über verbarrikadierte Geschäfte und angekündigte Schließungen, darunter Adidas und Boss auf den Champs-Élysées.

900.000 Euro für die vernagelte Aussicht

Bei einem Laden mit nur 300 Quadratmetern zu 250 Euro monatlich, sind das 75.000 Euro monatlich. Im Jahr 900.000 Euro. Ohne Nebenkosten, Personal und Bewachung. Auch große Konzerne werden sich dreimal überlegen, ob sie für solche Bedingungen Spitzenmieten in bekannt gefährlichen Städten bezahlen wollen.

Der Nobelbummel könnte eine Treppe höher ziehen

Wer eine Rolex für 30.000 Euro kaufen möchte, hat diesen Wunsch meistens schon vor dem Spaziergang. Auch ein Brillantring für 100.000 Euro fällt einem selten zwischen Bushaltestelle und Bratwurststand ein. Solche Kunden lassen sich nach Termin empfangen. In gesicherten Räumen, eine oder zwei Etagen höher. Die Marke behält ihre Adresse. Der Kunde bekommt seine Uhr. Nur der Spaziergänger sieht unten nichts mehr davon.

Bei sinkenden Mieten könnten Lebensmittelhändler, Ein-Euro-Läden und Ramsch vom Wühltisch nachrücken. Auch sie brauchen Schutz. Doch eine goldene Uhr lässt sich leichter wegtragen und weiterverkaufen als eine Palette Küchenrollen.

Der Luxus wäre dann noch da. Er hätte sich nur nach oben verabschiedet.

Der Schaufensterbummel geht vor die Hunde. Und mit ihnen verschwinden die Touristen.

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