Köln: Messermänner und Senioren-Trickbetrüger auf dem Vormarsch

Köln: Messermänner und Senioren-Trickbetrüger auf dem Vormarsch

Bei Streitigkeiten und Körperverletzungsdelikten kamen in Köln im vergangenen Jahr häufiger als 2018 Messer zum Einsatz. Das ergibt sich aus dem jetzt vorgelegten Kriminalitätsbericht der Polizei für 2019. Drastisch angestiegen ist zudem die Zahl der Trickbetrügereien zum Nachteil von Senioren, die um 80 Prozent auf 4.000 Fälle in die Höhe geschossen sind.

Über die Nationalität der Messermänner, die in 548 Fällen zustachen, dabei 726 Menschen verletzten, 19 Menschen töteten und in 16 weiteren Fällen Menschen zu töten versucht haben, mag die Kölner Polizei nichts mitteilen. Muss sie auch nicht. Wir wissen genug … das Problem ist jung und männlich.

Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ zitiert Kripochef Stephan Becker mit dem Hinweis, die Täter hätten oft „aus völlig nichtigem Anlass“ zum Messer gegriffen und zugestochen.

Mehr Auskünfte mag die Polizei geben zu den Tricktätern, die 2019 erstmals tausendfach alte Menschen um ihr Hab und Gut zu betrügen versucht und dies jeweils in einem von hundert Fällen auch geschafft haben. Sie melden sich telefonisch aus professionell organisierten Callcentern, erzählen abenteuerliche Geschichten und versuchen damit, Senioren zur freiwilligen Herausgabe ihrer Ersparnisse zu veranlassen.

Zur Aufklärung dieser Taten ist die Kölner Polizei auf die Hilfe der türkischen Polizei angewiesen. Denn die Callcenter stehen in der Türkei. Und die türkischen Beamten zeigten sich zuletzt kooperativer als früher – weil die Täter ihre Opfer zunehmend nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Türkei suchten.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Solange nur Deutsche zu Opfern wurden, war die Sache den türkischen Behörden offenbar weniger wichtig …

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