Automobilindustrie: „Klimanotstand“ kostet Arbeitsplätze

Automobilindustrie: „Klimanotstand“ kostet Arbeitsplätze

Die deutsche Automobilindustrie und ihre Partner werden in den kommenden Jahren etwa 120.000 bis 160.000 Arbeitsplätze abbauen. Das ergibt sich aus einer Studie des „Center of Automotive Management“ der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach bei Köln.  Die Branche reagiert damit auf die Anforderung, CO2-neutral zu werden. Sie steht vor der „größten Transformation ihrer Geschichte“, teilt Daimler mit. Das Stuttgarter Unternehmen will weltweit mehr als 10.000 Arbeitsplätze streichen, sagt dessen Personalvorstand Wilfried Porth. Bei Audi sind es allein in Deutschland nach Angaben eines Sprechers des Unternehmens 9.500.

Elektrofahrzeuge werden aus weit weniger Teilen zusammengesetzt als Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Insbesondere benötigen sie kein Getriebe. In Saarbrücken, wo Daimler seine Getriebe fertigen lässt, stehen 2.000 Arbeitsplätze zur Diskussion. Im Stammwerk in Untertürkheim werden bereits in Kürze keine Dieselmotoren mehr gebaut. Der Markt benötigt sie nicht mehr.

Danach dürfte sich auch der politisch umfassend beklagte „Fachkräftemangel“ in Deutschland erledigt haben. Das ohnehin fragwürdige Argument, die deutsche Wirtschaft benötige Zuwanderung, weil nicht genug einheimische Arbeitskräfte verfügbar seien, verliert damit weiter an Zugkraft.

Bild: „Arbeiter auf dem Heimweg“ von Edvard Munch

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