Zuletzt aktualisiert 5. Januar 2026

Die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores durch US-Kräfte war keine Polizeiaktion, sondern ein kurzer und unglaublich präziser, aber umfangreicher Schlag des US-Militärs mit modernsten Waffen.

Soldaten der amerikanischen Delta-Force, die sich mit Hubschraubern zu ihrem Ziel in der Landeshauptstadt Caracas und von dort zurück zu einem amerikanischen Flugzeugträger bewegten, konnten ihren Einsatz nur durchführen, weil zuvor und gleichzeitig 150 US-Kampfflugzeuge, darunter viele F-35 Jagdbomber, die Flugabwehr der Venezolaner niederkämpften. Ein US-Hubschrauber wurde beschädigt und mehrere US-Soldaten durch Infanteriebeschuss verletzt. Kein einziger US-Amerikaner verlor sein Leben, während insbesondere die venezolanische Luftabwehr umfassende Verluste hinnehmen musste.

Falsch sind ganz offenbar Spekulationen, nach denen venezolanische Militärs bei der Festnahme ihres obersten Befehlshabers mit den US-Amerikanern im großen Umfang kooperiert haben. Sie leisteten Gegenwehr, scheiterten aber an den Luft-Boden-Raketen unter anderem der F-35.

Folgerichtig ist auch völlig unklar, wie es jetzt in Venezuela weitergeht. Vizepräsidentin Delcy Rodríguez hat Maduros Amt übernommen. Sie ist ein fester Bestandteil jener Clique, die seit Jahrzehnten mit Waffengewalt ihre Interessen gegen die venezolanische Mehrheitsbevölkerung durchsetzt. Bislang ist ein Machtverzicht dieser Bande auch nach ihrer politischen Enthauptung durch die Festnahme Maduros nicht ersichtlich.

Das könnte einen zweiten, umfassenderen US-Militärschlag erforderlich machen. Falls es dazu kommt, weitet sich der Konflikt aus, und er könnte auch für die US-Amerikaner verlustreich werden, weil sie im größeren Umfang Bodentruppen einsetzen müssten. Die Festnahme Maduros war zweifellos ein unerwarteter, gelungener Coup – aber ob er zu einer echten politischen Veränderung in Venezuela hinführt, muss sich erst noch herausstellen.

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