Zuletzt aktualisiert 5. November 2025
Die Stadt Overath muss in diesem Jahr ohne ihren traditionellen Weihnachtsmarkt an der St. Walburga-Kirche auskommen. Der Stadtmarketingverein OVplus, der den Markt veranstaltet, konnte sich mit der Stadt Overath nicht über die Kostenübernahme für die seit 2016 bei solchen Veranstaltungen unvermeidbaren Sicherheitsmaßnahmen einigen.
Der „Focus“ zitiert den Vereinsvorsitzenden Andreas Koschmann mit dem Hinweis: „Bereits seit rund 1,5 Jahren befinden wir uns in einem Dialog bezüglich der Kostenübernahme für die notwendige Terrorabwehr mit der Overather Verwaltung. Leider ohne Erfolg.“ Bei einer ähnlichen Veranstaltungen übernahm der Verein zuletzt Kosten in Höhe von 7.000 Euro.
„Das Sterben der Weihnachtsmärkte ist eine Spätfolge von 2015“, schreibt Andreas Rosenfelder, Chefkommentator der „Welt“. Denn: „Die ersten Weihnachtsmärkte fallen aus, weil der Sicherheitsaufwand zu hoch wird. Warum ist es neuerdings nötig, harmlose Feierlichkeiten in Hochsicherheitsanlagen zu verwandeln? Die Frage lässt sich nicht beantworten, ohne über die deutsche Migrationspolitik zu reden.“
Das scheinen deutsche Verwaltungsgerichte (VG) ähnlich einzuschätzen. So urteile das VG Berlin bereits im Jahr 2019, dass Maßnahmen zur Terrorabwehr bei Weihnachtsmärkten eine hoheitliche Aufgabe sind. Die Kosten dafür dürfen nicht auf private Veranstalter abgewälzt werden.
Die Politik hat den Deutschen eine Lage eingebrockt, in der nicht nur, aber auch die Durchführung eines Weihnachtsmarktes zu einer hochriskanten Angelegenheit geworden ist. Den Preis dafür bezahlen wir alle – nicht nur in Geld.

