Zuletzt aktualisiert 9. März 2026
Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg liegen Grüne und CDU gleichauf. Im schwäbischen Wohlstandsgebiet werden offenbar die Grünen des Cem Özdemir als die neuen Konservativen wahrgenommen: Beständig und berechenbar wie Boris Palmer in Tübingen, jenem Ex-Grünen, mit dem der kommende Ministerpräsident des Ländles im Wahlkampf ein Zweckbündnis geschlossen hatte.
Dieses Wahlergebnis fällt in Zeiten fallender Aktienkurse, kriegsbedingt explodierender Ölpreise, steigender Arbeitslosigkeit und eines Wohlstands in Europa, dessen Niveau gerade tiefergelegt wird. Das letzte, was Deutschland jetzt politisch brauchen kann, ist ein Erstarken der Grünen, deren Programm die Beschleunigung der Deindustrialisierung und damit das schnelle Abschmelzen der Grundlagen des noch verbliebenen Teils unserer Wirtschaftsmacht ist.
Macht der Massenmedien
Die deutschen Massenmedien, allen voran die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, verhätscheln die Grünen nach Strich und Faden. Das wurde auch am Wahlabend wieder deutlich. Bei den Gesprächen mit grünen Parteirepräsentanten fehlte eigentlich nur die Frage: „Warum sind die Grünen so großartig?“ Des geht im Osten nicht auf, verfängt aber offenbar unverändert dort, wo der Wohlstandspeck langsamer schmilzt als das Bedürfnis, zum offiziös so definierten Kreis der Billig- und Gerechtdenkenden dazu zu gehören.
Ohne die täglichen massenmedialen Resonanzverstärker des deutschen Gutmenschentums wäre dieses Wahlergebnis nicht möglich gewesen. Gleichzeitig zeigt die Wahl in Baden-Württemberg auch Grenzen des Medieneinflusses auf.
Nicht einmal ARD und ZDF haben es geschafft, die SPD lebendig zu reden. Sie wurde zwischen Schwarz und Rot aufgreifen. Das gleiche gilt für die FDP.
Wann und wie kommt die Wende?
Und es gelang dem Medienbetrieb nicht, die AfD einzustampfen. Die einzige parlamentarisch verankerte echte Oppositionspartei wächst weiter, trotz Verleumdungen, Verdächtigungen und Hetze.
Was fehlt in unserem Land, ist eine deutsche Version von FOX-News! Ohne Medienwende wird keine politische Wende möglich sein. Und weil Medien ein Milliardengeschäft sind, in dem Sport und Seifenopern aller Art dominieren, kann die Medienwende nicht dem Graswurzelprinzip folgend von unten nach oben angestoßen werden. Wir leben nicht im Zeitalter des Etatismus, sondern im Zeitalter des globalen Kapitalismus, dessen Prinzipien oft undemokratisch sind, dem wir uns aber alle nicht entziehen können – leider!

