Zuletzt aktualisiert 8. Januar 2026
Am 7. Januar 2026 wurde die 37-jährige Renee Nicole Good in Minneapolis von einem Beamten der Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) erschossen. Der Vorfall ereignete sich, als Good sich in ihrem SUV befand und eine Straße blockierte. Berichten zufolge setzte sie ihr Fahrzeug in Bewegung, woraufhin mindestens zwei Schüsse fielen, die sie tödlich verletzten.
Hintergrund und Reaktionen
Der Vorfall hat landesweit für Empörung und Proteste gesorgt. Augenzeugen behaupteten, dass das Opfer nicht aggressiv gehandelt habe. Während das Heimatschutzministerium und US-Präsident Donald Trump von Notwehr sprechen, kritisieren lokale Politiker die Handlungsweise des ICE-Beamten als rücksichtslos und unnötig.
Politiker aus Minnesota, darunter der demokratische Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, äußerten sich empört über den Vorfall. Sie forderten die ICE auf, die Stadt zu verlassen. Frey rief in einer Pressekonferenz die Beamten dazu auf, „die Stadt nicht weiter zu gefährden“, und sie bezeichnete die Vorgehensweise der Bundesbehörde als unverantwortlich.
Offizielle Darstellung und kritische Stimmen
Die Sprecherin des Heimatschutzministeriums, Tricia McLaughlin, erklärte, Good habe den Beamten mit ihrem Fahrzeug „überfahren“ wollen, was den Schusswaffeneinsatz rechtfertige. Diese Darstellung wurde jedoch von vielen als irreführend kritisiert. Unter anderem äußerte sich die demokratische US-Abgeordnete Ilhan Omar, die behauptete, dass es keinen Versuch gegeben habe, den Beamten zu überfahren.
Zahlreiche Demonstranten versammelten sich nach dem Vorfall am Tatort und forderten ein Ende von ICE-Operationen in der Region. Diese Razzien sind Teil einer offensiven Remigrationspolitik der Trump-Administration, die seit dessen Amtsantritt in 2017 an Intensität gewonnen hat.
Folgen und Ermittlungen
Der Vorfall wird derzeit von mehreren Behörden, darunter dem FBI, untersucht. Die genauen Umstände und die Gründe für den Schusswaffeneinsatz sind weiterhin unklar. Videoaufnahmen des Vorfalls spielen eine wichtige Rolle in den Ermittlungen.
Die Schüsse in Minneapolis werfen ein weiteres Mal Fragen zur Gewaltanwendung durch Sicherheitskräfte in den USA auf und erinnern an frühere tragische Vorfälle, die landesweite Proteste ausgelöst haben, wie die Tötung von George Floyd im Jahr 2020.
Urteilen Sie selbst!
Der schockierende Vorfall in Minneapolis verdeutlicht die Spannungen zwischen der Polizei, dem ICE und den Gegnern der Regierung Trump in den USA. Das Video zeigt den Vorgang, der zu den tödlichen Schüssen hinführte.

