Zuletzt aktualisiert 2. Februar 2026
Im Schuljahr 2024/25 mussten bundesweit rund 41.000 Grundschüler die 1. Klasse wiederholen – ein Rekordwert. In vielen Grundschulen in sozialen Brennpunkten waren es mehr als 90 Prozent der Schüler, die sitzengeblieben sind. Ursache waren mangelnde deutsche Sprachkenntnisse und die zu geringe Konzentrationsfähigkeit der Schüler.
Das berichtet ausgerechnet „Correctiv“, also jenes Agitationsunternehmen, das immer wieder Kritiker der gegenwärtigen Zuwanderungspolitik als „Rechtsextremisten“ anprangert.
Wer nie eine Kita besucht hat und bis zum sechsten Lebensjahr Deutsch nur als Fremdsprache kennt, tut sich schwer damit, das Alphabet zu verstehen. „Wenn ich bei den Buchstaben ‘A wie Apfel’ lerne, aber das Wort Apfel nicht kenne, kann ich nicht lesen lernen“, zitiert „Correctiv“ die Leiterin einer Grundschule in Köln-Ostheim. Welche politischen Folgen das hat, erläutert Markus Warneke, Geschäftsführer der Wübben Bildungsstiftung, die anstrebt, Kindern unabhängig von ihrer Herkunft Bildungschancen zu verschaffen:
„Wir lassen derzeit 20 bis 30 Prozent einer Generation, die am Ende der Grundschule nicht lesen und schreiben können, durchs Raster fallen. (…) Am Ende haben dann etwa 20 Prozent keinen formalen Berufsabschluss.“
Diese Zahlen decken sich mit der aktuellen Analphabeten-Quote in deutschen Ballungsgebieten. Damit ist Deutschland wieder hinter die Alphabetisierungswerte des Jahres 1880 zurückgefallen, in dem eine Kampagne startete, die bis zum Jahr 1900 die Quote der Analphabeten in Richtung ein Prozent drückte. Seinerzeit beheimatete Deutschland mehr Nobelpreisträger als jede andere Nation. Von solchen Verhältnissen sind wir im heutigen deutschen Bildungskrisengebiet weit entfernt: Da kann mancher Schüler seinen Namen tanzen, hat aber Probleme mit den Grundrechenarten – und wer den Dreisatz berechnen kann, gilt als Intellektueller.
