Zuletzt aktualisiert 2. April 2026

Die am 1. April 2026 in Berlin öffentlich bekannt gegebene  Gemeinschaftsdiagnose der deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute für das Jahr 2026 ist politisch und medial allgemein als Alarmsignal aufgefasst worden. Ihre Autoren stellen für das laufende Jahr und für die Folgejahre ein Wirtschaftswachstum im Promille-Bereich in Aussicht. Allerdings ist selbst dieses minimalistische Wachstum beschönigt.

Prognostiziert wird kein realer Anstieg der Wirtschaftsleistung, sondern lediglich eine Ausdehnung der Geldmenge – mit Inflation als absehbarer Folge. Denn dem deutschen Haushalt mit einem Volumen von rund 500 Milliarden Euro steht ein „Sondervermögen“ – also ein Schuldenpotential – in etwa der gleichen Größe gegenüber. Dieses Potential wird nicht in einem oder in zwei Jahren ausgeschöpft, aber jedes Jahr zu einigen Prozent. Also in einem höheren Ausmaß, als die Wirtschaft nominell „wächst“.

Schulden sind keine Wirtschaftsleistung

Eine aus Krediten gespeiste Ausdehnung der Geldmenge ist kein Wirtschaftswachstum, sondern eine Rezession. Der anwachsende Schuldenberg mag die nachlassende deutsche Wirtschaftsleistung jahrelang verschleiern, aber wenden kann er sie nicht.

Aus der deutschen Wirtschaft kommt kaum messbarer Widerstand gegen den Niedergang. Die Konzerne verlegen ihre Produktionskapazitäten ins Ausland, statt gegen den politischen Horror vor der eigenen Haustüre anzukämpfen.

Dr. Cornelia Haase-Lerch, die Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt, die ihren Kammerbetrieb weder nach Osteuropa noch nach Asien auslagern kann, ringt sich immerhin zu zaghaften Worten der Kritik durch:

„Die erneute Absenkung der Wachstumsprognose ist ein Alarmsignal für den Industriestandort Deutschland. Unsere Unternehmen leiden nicht nur unter der schwachen Konjunktur, sondern vor allem unter hausgemachten Standortnachteilen: zu hohe Energie- und Produktionskosten, lähmende Bürokratie, zu viele Berichtspflichten, zu langsame Verfahren und fehlende wirtschaftspolitische Verlässlichkeit. Das kostet Investitionen, schwächt die internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter und setzt die industrielle Substanz unseres Landes aufs Spiel.“

Das Präkariat wächst

Allerdings vermag es innerhalb des etablierten politischen und medialen Betriebs niemand, den Hauptgrund für den wirtschaftlichen Abstieg Deutschlands offen anzusprechen: Den Niedergang des Bildungsniveaus in der deutschen Bevölkerung. Mit 20 Prozent Analphabeten, wie sie heute für deutsche Großstädte prägend sind, lässt sich keine internationale Wettbewerbsfähigkeit mehr herstellen. Diese Folge einer absurden Zuwanderungspolitik hängt wie ein Betonklotz an den Beinen der deutschen Wirtschaftskraft und zieht den Wirtschaftsstandort Deutschland unerbittlich in die Tiefe.

Schreibe einen Kommentar