Zuletzt aktualisiert 12. Januar 2026
Am 11. Januar 2026 versammelten sich rund 8.000 Linksextremisten aus ganz Europa in Berlin, um der beiden kommunistischen Führer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg zu gedenken, die am 15. Januar 1919 ermordet wurden. Die jährliche Gedenkdemonstration, die vom Frankfurter Tor bis zum Sozialistenfriedhof in Friedrichsfelde führt, zieht traditionell Tausende unverbesserliche Steinzeitkommunisten an.
Demonstration und Teilnehmer
Die Veranstaltung begann gegen 10 Uhr mit einer Ansprache der Organisatoren und führte die Teilnehmer durch die Straßen Berlins, während sie rote Nelken als Zeichen des Gedenkens trugen. Neben vielen politischen Gruppierungen waren auch zahlreiche Jugendliche und Schüler aus verschiedenen Ländern vertreten, die in Solidarität mit der linken Ideologie auftraten.
Die Demonstranten skandierten lautstark Slogans, die eine Rückkehr zu den Idealen von Luxemburg und Liebknecht forderten und gegen die „Militarisierung“ und gegen die aktuelle Weltpolitik gerichtet waren.
Festnahmen und Proteste
Während der Demonstration kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die einige Teilnehmer nach Böllerwürfen und dem Zeigen von Kennzeichen terroristischer Organisationen festnahmen. Speziell die Solidaritätsblöcke für Palästina fielen mit der Begehung von Straftaten auf. Berichten zufolge kam es zu Festnahmen und es wurden Linksextremisten aus der Menge herausgeholt, nachdem die Polizei die Verwendung von verfassungswidrigen Symbolen beanstandet hatte. Die Demonstranten reagierten darauf mit Widerstandshandlungen gegen die Polizeimaßnahmen.
Die Organisatoren der Veranstaltung riefen die Teilnehmer dazu auf, geschlossen zu bleiben, um weiteren Polizeimaßnahmen zu entgehen. Trotz der Anspannung blieb der Großteil der Demonstration friedlich.
Politische Äußerungen und Gedenken
Zahlreiche Redner, darunter prominente Mitglieder der antikapitalistischen und kommunistischen Strömungen, nutzten den Anlass, um Themen wie „Militarismus“ und die „Gefahren des Faschismus in Deutschland“ zu thematisieren. Sie erinnerten daran, dass die Ideale von Luxemburg und Liebknecht – Friedenshoffnungen und sozialistische Forderungen – auch in der heutigen Zeit von großer Bedeutung seien.
Am Ende der Demonstration versammelten sich die Teilnehmer am Mahnmal für die toten Kommunisten, wo Reden gehalten wurden und eine Gedenkminute eingelegt wurde. Die Atmosphäre war insgesamt weniger aggressiv als in früheren Jahren, was auch den frostigen Temperaturen geschuldet gewesen sein dürfte.

