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Zuletzt aktualisiert 20. Februar 2026

Das US-Militär hat zwei Flugzeugträger, acht Zerstörer, mehrere zehntausend Soldaten und eine unbekannte, aber offenbar große Zahl von Kampfflugzeugen in der Reichweite des Iran positioniert. Dass von diesem gewaltigen Militärpotential, dessen Unterhalt den US-Steuerzahler täglich mehrere dutzend Millionen Dollar kostet, kein Angriff auf Ziele im Iran geführt werden könnte, wird immer weniger wahrscheinlich. Das Mullah-Regime in Teheran hat Gegenschläge angekündigt und will sich dem amerikanischen Druck nicht beugen.

Nachdem aber die Golfstaaten, allen voran Saudi-Arabien und Katar, den Einsatz amerikanischer Bodentruppen von ihrem Territorium ausgeschlossen haben, kann der offenbar bevorstehende Militärschlag nicht auf einen Regimechange im Iran hinauslaufen. Mehr als Raketen- und Luftangriffe ist nicht möglich.

Das heißt: Voraussichtlich werden militärische Ziele getroffen und Objekte, die mit dem iranischen Atomprogramm in Verbindung gebracht werden. Vielleicht sterben auch einige führende politische und militärische Köpfe des Iran durch gezielte Schläge. Für sie werden jüngere und möglicherweise kreativere Akteure nachrücken. Der Mullah-Diktatur ist so nicht beizukommen.

Die Alternative hierzu wäre ein langanhaltender Krieg auf dem Boden mit vielen hunderttausend Toten. Den können die arabischen Herrscherhäuser in der Golfregion nicht brauchen: weder wirtschaftlich, noch politisch. Noch weniger wünschen sie sich einen modernen, demokratischen, rechtsstaatlichen Iran oder eine Rückkehr des den USA verbundenen Schahs. Beides würde den Iran aufwerten, wodurch ihre eigene Bedeutung abnehmen würde. Daran besteht in Riad und in Doha kein Interesse.

Alle Bemühungen Washingtons, die schiitisch-islamische Diktatur in Teheran zu Fall zu bringen, scheitern an den sunnitisch-islamischen Verbündeten der USA in der Golfregion. Das Ergebnis ist ein gelegentlich militärisch aufkochender Dauerkonflikt, dessen Ende nicht absehbar ist.

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