Zuletzt aktualisiert 13. März 2026
Die deutsche offiziöse politische und publizistische Rhetorik unterscheidet zwischen Islam und Islamismus. Demnach ist der Islam eine Religion wie alle anderen. Der Islamismus dagegen ist staatsfeindlich, weil er der weltlichen öffentlichen Ordnung eine Absage erteilt und den Staat auf die Scharia begründen will, mit einem religiösen Führer an der Spitze.
Eine Untersuchung des Bundeskriminalamtes (BKA) hat nun Ungeheuerliches an den Tag befördert: Jeder zweite in Deutschland lebende Muslim unter 40 Jahre hat ein islamistisches Weltbild. Er missachtet den deutschen Staat. Manuel Ostermann von der Deutschen Polizeigewerkschaft sagt dazu: „Überall sehen wir Islamisten, die ihre verfassungsfeindliche Machtstruktur ausbreiten, selbstbewusster werden und den Rechtsstaat provozierend herausfordern.“ So zitiert ihn die „Welt“.
Nun tun sie alle ganz überrascht. Dabei objektiviert die BKA-Untersuchung lediglich Erkenntnisse, die Otto Normalverbrauchen seit vielen Jahren in seinem Alltag bestätigt findet, soweit er bereit ist, sich im öffentlichen Raum mit dem „Stadtbild“ auseinanderzusetzen. Und es nicht vorzieht, sein Leben in einer privaten Welt zwischen Freunden, Verwandten, dem Supermarkt um die Ecke und gegebenenfalls seiner beruflichen Wirkungsstätte zu verbringen und mit Muslimen nur dann den kürzesten möglichen Kontakt zu unterhalten, wenn er sich beim Döner um die Ecke mit Grundnahrungsmitteln versorgt.
Manch kluger Beobachter bemerkt in diesem Zusammenhang, dass die aktuelle globale politische Gemengelage für Deutschland im Zusammenhang mit dem hohen staatsfern orientierten Anteil junger muslimischer Männer im Lande ein gewisses Risikopotential birgt. Oder, anders formuliert: Die Sprengsätze sind gelegt. Wir können jetzt darauf warten, dass mal hier und mal dort jemand den Zünder scharf macht …
Die BKA-Studie bezeichnet genau 45,1 Prozent aller in Deutschland lebenden Muslime als Islamisten. Die Studie bezieht sich auf empirisches Material aus den Jahren 2024 und 2025. Sie wurde am 13. März 2026 veröffentlicht und ist hier abrufbar.

