Zuletzt aktualisiert 16. Januar 2026
Seit Mittwoch gibt es im Iran keine öffentlichen Proteste mehr gegen das Mullah-Regime. Sie wurden offenbar mit militärischer Gewalt von den Bewaffneten Kräften des schiitischen Gottesstaates niedergeschlagen. Unklarheit besteht über die Zahl der Todesopfer, die derzeit noch niemand genau bestimmen kann. Vermutungen schwanken zwischen mehreren hundert bis hin zu mehr als 10.000 Menschen, die bei den Protesten erschossen worden sein sollen.
Donald Trump hat erklärt, ein US-Luftschlag würde in der gegenwärtigen Situation keinen Sturz des Mullah-Regimes gewährleisten. Die iranische Führung hat sich in- und außerhalb Teherans verstreut und hält sich versteckt. Die Revolutionsgarden und andere Militäreinheiten haben ihre Kasernen verlassen. Sie gruppieren sich in kleinen, dezentral untergebrachten Einheiten.
Trump hat in den letzten Tagen umfassend mit Gesprächspartnern in Israel und in Saudi Arabien kommuniziert, die ihm nach einem Bericht von Fox News von einem Militärschlag gegen den Iran abgeraten haben. Offenbar kann in der aktuellen Situation nur ein umfassender Einsatz von Bodentruppen das iranische Regime zu Fall bringen, auf den aber die USA nicht vorbereitet sind und den weder die Golfstaaten führen wollen, noch Israel in seiner geografischen Lage realistischerweise führen kann.
Die iranische Oppositionsbewegung ist unbewaffnet und deshalb außerstande, die Streitkräfte der Mullahs zu überwinden, auch nicht im Verbund mit US-Luftschlägen. Mit dieser Einschätzung zitiert Fox News den früheren Kommandeur der US-Streitkräfte in Europa, Ben Hodges.
Der Volksaufstand im Iran scheint folgerichtig gescheitert zu sein. Nach den Kurdenaufständen von 1979 bis 1983, der „Grünen Bewegung“ 2009, dem „Arabischen Frühling“ 2011 und 2012, der wirtschaftlich motivierten Revolte von 2017 und 2018 sowie den Novemberunruhen gegen hohe Benzinpreise von 2019 und der Initiative „Frau Leben Freiheit“ im Jahr 2022 wäre dies der siebte erfolglose Versuch eines Regimewechsel aus dem Land heraus ohne Militäreinsatz von außen.

