Zuletzt aktualisiert 1. März 2026

Von MANFRED ROUHS | Nach dem Tod des iranischen Staatsoberhauptes Ali Khamenei und weiterer führender Politiker und Militärs des Mullah-Regimes eskaliert der Konflikt zwischen dem schiitischen Islam und der westlichen Welt grenzenlos. Dabei darf nicht übersehen werden, dass seit der Machtübernahme Ayatollah Khomeini im Iran 1979 in einer Vielzahl immer wieder aufkeimender Volksaufstände mindestens mehrere zehntausend Menschen ums Leben kamen, wahrscheinlich aber eher mehrere hunderttausend. Die genaue Zahl wird möglicherweise nie geklärt werden. Zu hoffen bleibt, dass jetzt der Enthauptungsschlag gegen die Diktatur in Teheran gelingt, die den Weg heraus aus dem faktischen Bürgerkrieg in Persien frei macht.

Sicher ist das allerdings nicht. Niemand weiß, wie viele Iraner das Regime unterstützen. Klar ist nur: In Persien stehen Millionen Menschen für und Millionen andere Menschen gegen den islamischen Gottesstaat.

Für Europa besteht nicht die Option, sich aus diesem Konflikt herauszuhalten. Der Iran hat Raketen auf Zypern abgeschossen. Die hatten zwar keine Chance, die britische Raketenabwehr zu überwinden. Wer aber glaubt, der Iran sei für Schläge gegen Europa auf weitreichende Waffen angewiesen, der irrt sich gewaltig.

Vor mehr als 20 Jahren veröffentlichte der Publizist Udo Ulfkotte unter dem Titel „Der Krieg in unseren Städten“ einen prophetischen Ausblick auf das, was uns bevorsteht: „Deutschland wird unterwandert. Gewaltbereite Islamisten tarnen sich als friedliche Muslime, errichten ein geheimes Netzwerk und pflegen beste Beziehungen zur Al Qaida, Hamas, Hisbollah und anderen Terrorgruppen.“

Genau das ist seit Jahrzehnten unsere durch eine irregeleitete Zuwanderungspolitik geschaffene Lebenswirklichkeit.

Nur etwa fünf Prozent der in Deutschland lebenden Muslime sind Schiiten. Das ist etwa eine Viertel Million Menschen, von denen viele den Sturz des Mullah-Regimes in Teheran herbeisehnen. Aber falls von diesen rund 250.000 nur ein Promille ihre Verankerung bei uns ausnutzt, um tief im aus Teheraner Sicht feindlichen Hinterland loszuschlagen, erleben wir eine Terrorwelle, gegen die alle Raketenschläge des Iran harmlos wie ein Silvesterfeuerwerk erscheinen.

Wir haben den Feind in die Burg gelassen. Jetzt werden wir kämpfen müssen – ob wir wollen oder nicht. Zu hoffen bleibt, dass wir Deutschen die Fähigkeit entwickeln werden, aus den Fehlern der Vergangenheit die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.

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