Zuletzt aktualisiert 11. Februar 2026

Wissenschaft stellt fest und erklärt – dafür braucht sie präzise Begriffe. Doch „Rassismus“ wird in Teilen der Sozialwissenschaften (Critical Whiteness Studies) so zugeschnitten, dass nur Weiße Rassisten sein können, Rassismus gegen Weiße aber unmöglich ist. Das passt zur identitätslinken Sicht von „Unterdrücker“ (Weiße) vs. „Unterdrückte“. Von „thick concepts“ über aufgeblähte Definitionen bis hin zu realen Beispielen wie „Weißbrote“, „weiße Masse“ und „eliminieren wollen“.

Christian Zeller fragt wissenschaftstheoretisch: Welche begrifflichen Weichenstellungen ermöglichen diese selektive Inflationierung? Wissenschaftssoziologisch: Welches Phänomen steckt dahinter? Wissenschaftspolitisch: Ist das noch seriöse Forschung oder Wissenschaftsmissbrauch für den politischen Kampf? Präzise Begriffe sind essenziell für empirische Klarheit in einer Gesellschaft, die Gleichbehandlung verankert hat.

Christian Zeller ist Soziologe (Dr. phil.), freier Publizist und Skeptiker. Er studierte Soziologie, Philosophie, Psychologie und Öffentliches Recht in München. Zeller beschäftigt sich mit Identitätspolitik, Woke Culture, Meinungsfreiheit und postmodernem Aktivismus in der Wissenschaft. Er referierte u. a. bei GWUP-Veranstaltungen wie SkepKon 2025 und Skeptics in the Pub München zu Themen wie „Postmoderner Aktivismus in der Wissenschaft“ und kritisiert aktivistische Verengungen in den Sozialwissenschaften. Aufgenommen auf der SkepKon 2025 in Regensburg. Ein Film von Andreas Weimann.

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