Zuletzt aktualisiert 14. Januar 2026
Gelsenkirchen ist in wirtschaftlicher Hinsicht nicht gerade eine prosperierende Stadt. Etwa jeder vierte Gelsenkirchener lebt von der Stütze. Da erwartet man im statistischen Mittel keine Reichtümer, die der Ruhrpotteinwohner ins Bankschließfach legen könnte. Umso größer war die Überraschung, als es nach dem spektakulären Einbruch in die Sparkasse Gelsenkirchen hieß, dort seien aus 3.000 Schließfächern Bargeld und Wertsachen im erheblichen Umfang gestohlen worden.
Erst war von 100.000 Millionen Euro Schaden die Rede. Dann kletterten die Spekulationen in Richtung 300.000 Millionen. Das sei auch Geld von Clankriminellen, hieß es. Und von Steuerhinterziehern.
Die Täter hätten Insiderwissen gehabt, berichteten die Medien. Sie seien durch eine manipulierte Tür in Richtung Tresorraum vorgedrungen, machte die „FAZ“ öffentlich. Sie hätten ihren Diebeszug zwar nachts begonnen, aber bis in den Tag hinein in aller Ruhe stundenlang Schließfächer aufgebrochen, ergänzte „NTV“.
Nach aktuellen Berichten aus dem Ruhrgebiet soll am frühen Morgen des 14. Januar 2025 der Leiter der Abteilung Sicherheit und Zugangskontrolle der ausgeraubten Sparkassenfiliale von der Polizei festgenommen worden sein. Er habe Kontakte zu Clankriminellen Unterhalten, die von den Niederlanden aus operieren würden. Sein Lohn für den Verrat habe „nur“ 200.000 Euro betragen, glaubt ein YouTuber zu wissen.
Da schließt sich der Kreis. Von den Niederlanden bis ins Ruhrgebiet ist es ein kurzer Weg. Die dort ansässigen Clanfamilien sprechen dieselbe Sprache – und nein, es sind keine Holländer. Wer in diesem Milieu von großen Geldsummen in Bankschließfächern erfährt, stellt sich selbstverständlich die Frage, warum er hundert kleine Raubzüge unternehmen soll, wenn er mehr Geld bei einem einzigen großen Coup einsammeln kann.
Wir sind unterwandert! Vielleicht mancherorts auch schon die Polizei?
Es wird lange dauern, bis wir diesen problematischen Personenkreis wieder loswerden!

