Zuletzt aktualisiert 5. September 2026

Erst der Zwang, öffentlichen nachzuweisen, dass man geheim wählt, ermöglicht institutionell die Freiheit, tatsächlich das zu wählen, was man will.

Bei der Diskussion um die Briefwahl wird zwar viel über die Manipulationsanfälligkeit gesprochen, aber nur wenig über einen anderen Aspekt: Briefwahl hat keine Pflicht zur geheimen Wahl. Das aber ist strategisch gleichbedeutend mit einer offenen (nicht geheimen) Wahl. Die Briefwahl hat die positive Seite, Wählern die Wahl zu ermöglichen, die andernfalls ausgeschlossen wären. Aber sie führt zu neuen Problemen, wenn sie auf nicht auf bedürftige Personengruppen erweitert wird.

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