Wie blöd kann man sein?

Wie blöd kann man sein?

Es gibt Fehler, die können passieren, und andere, die gibt es einfach nicht. Die SPD hat sich am Volkstrauertag in Mülheim an der Ruhr eine Blödheit erlaubt, die eindeutig in die zweite Kategorie gehört: Sie legte einen Kranz nieder, dessen Schleife die Losung zeigte: „Den Opfern von Krieg und Verschissmus“

Den Patzer bemerkte keiner der Genossen, bis es zu spät war.

Rodion Bakum, der örtliche SPD-Vorsitzende, der 1990 in Kiew geboren wurde und dessen Muttersprache Russisch ist, vermutet böse Absicht bei der von seiner Partei beauftragten Gärtnerei: „Wir haben einen Rechtsanwalt eingeschaltet, um zu klären, ob es sich nicht am Ende doch um bewusste Sabotage handelt.“ Die Gärtnerei weist jede Schuld von sich und stellt klar, sie habe den Auftrag so ausgeführt, wie er erteilt worden sei.

Auf einer regionalen SPD-Seite fragt ein kritischer Kommentator:

„Das ist doch das erste, das man macht, wenn man den Kranz sieht. Man liest den Text! Für mich unverständlich, dass der Kranz so abgelegt wurde. Und spätestens dann, wenn man die Schleife zurechtlegt, wirft man doch einen Blick auf den Text. Ich verstehe es einfach nicht, dass es anscheinend nicht normal ist, einen kurzen Text zu lesen.“

Mit welcher Muttersprache die Mitarbeiter der Gärtnerei groß geworden sind, ist bislang nicht bekannt geworden.

Deutschland 2019: Menschen von hier und dort vollziehen an einer öffentlichen Kranzabwurfstelle ein Ritual, zu dem sie offenbar keinen inneren Bezug haben …

Auch so kann man ein Land und dessen Kultur zu Grabe tragen.

 

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