Schleuserbanden agieren immer professioneller

Schleuserbanden agieren immer professioneller

185.853 Menschen haben im Jahr 2018 Asyl in Deutschland beantragt. Im Jahr 2019 waren es bis Juli bereits 84.866. Die jährliche Zuwanderung der Bevölkerung einer Großstadt – mit einem erheblichen Überschuss an jungen Männern gegenüber Frauen und älteren Menschen – vollzieht sich mehrheitlich unspektakulär. Sie ist gut organisiert und wird zunehmend professionalisiert. Fast immer kostet sie die Migranten ein Vermögen.

Der Tageszeitung „Welt“ ist ein amtliches EU-Dokument zugespielt worden, aus dem sich ergibt, dass kriminelle Schleuserbanden bereits wie Reisebüros auftreten. Sie bieten gefälschte oder gestohlene Reisepässe auf Instagram an, nutzen häufig Flughäfen für die Einschleusung ihrer zahlungsfähigen Klienten und organisieren Scheinehen indischer, arabischer und afrikanischer Kunden mit einkommensschwachen Frauen aus Mittel- und Osteuropa.

Bevorzugtes Reiseziel vieler Migranten ist Deutschland. Hier melden sich viele von Ihnen nur bei den Behörden, um einen Aufenthaltstitel zu erhalten und Sozialleistungen abzukassieren. Sobald sie haben, was sie brauchen, tauchen sie unter. Migranten haben einen vielfältigen Schwarzmarkt ausgebildet und erwirtschaften ihre Reisekosten plus Gewinn mit verschiedenen fragwürdigen, oft kriminellen Aktivitäten – vom Drogenhandel bis zur Zuhälterei.

Die „Welt“ zitiert aus dem EU-Dokument:

„Mit Blick auf den Schmuggel (von Migranten) auf die griechischen Inseln nutzen die Schmuggler immer häufiger kleine und schnelle Boote (immer mehr Holzboote, aber auch Schnellboote oder Jetski). Sie transportieren nun weniger Migranten (15–20). Zuvor wurden bis zu 60 Migranten in größeren Schlauchbooten befördert.“

„Am 5. Oktober wurde ein Polizist aus Zagreb verhaftet, der 18 Pakistaner in seinem Transporter geschmuggelt hatte.“

„Menschen aus Drittstaaten gehen Scheinehen ein, um legal in die EU zu gelangen. Dabei handelt es sich meistens um Männer aus Pakistan, Indien und Bangladesch, aber auch aus Serbien, Nepal, der Ukraine und einigen nordafrikanischen Staaten. Die Frauen, die sich für eine Scheinehe bereit erklärten, stammten im Allgemeinen aus Bulgarien, Portugal, Rumänien und der Slowakei. Sie verfügten über eine geringe Bildung und sehr wenig Einkommen.“

„Die Überwachung sozialer Medien ergibt: Schmuggler boten in der Farsi-Sprache (Iran, Afghanistan) neue Trips vom Iran in die EU über Serbien an. Kosten: von Iran nach Serbien 1000 Euro. Von Serbien nach Ungarn 2500 Euro (Landweg). Von Serbien nach Österreich 3000 Euro (Landweg). Von Serbien nach Deutschland 3000 Euro (Landweg). Von Serbien nach Großbritannien 5000 Euro (Flugzeug), von Serbien nach Kanada 7000 Euro (Flugzeug). In separaten Mitteilungen boten sie auch neue Trips von Belgrad nach Schweden und Norwegen für 3500 Euro an.“

„Am 9. Januar verhaftete die italienische Polizei acht Tunesier, die im Verdacht standen, einen Schmugglerring von Tunesien nach Südsizilien organisiert zu haben und dabei Schnellboote einzusetzen. Mindestens fünf Transporte wurden beobachtet. Alle Schmuggler folgten dem sogenannten Islamischen Staat (IS) auf Facebook und verbreiteten dort IS-Propaganda.“

„Instagram wird von iranischen Schmugglern genutzt, um Hunderte gefälschte oder gestohlene EU-Reisedokumente anzubieten. Dadurch sollen die Menschen glauben, die Reise sei legal und sicher. Es gibt auch explizit Nachrichten, die sich auf Organhandel beziehen und die Iraner glauben machen sollen, dass sie umsonst eine Nierentransplantation erhalten, sobald sie Großbritannien oder Deutschland erreichen.“

„Im Dezember fassten die italienischen Behörden zwei Mitglieder einer kriminellen Gruppe, die illegale Migranten zu den Bahnhöfen von Gallarate (Varese), Verona und Novara eskortierten und ihnen spät in der Nacht dabei halfen, heimlich in Güterzüge oder in das Innere von Containern zu gelangen. Dafür nahmen die Schmuggler 150 bis 300 Euro.“

„Die ungarische Polizei untersucht eine kriminelle Gruppe, die von einem Afghanen angeführt wird, der vor allem Afghanen und Iraner von Serbien nach Ungarn schmuggelt. Diese kriminelle Gruppe nutzt die Dienste von serbischen und rumänischen Staatsbürgern. Die serbischen Staatsbürger führen die irregulären Migranten zu Fuß über die serbisch-ungarische Grenze. Wenn die illegalen Migranten sich dann in Ungarn befinden, bringen sie rumänische Fahrer (meistens mit sehr geringem Einkommen) nach Budapest. Dort werden sie in kleine Gruppen von zwei bis drei Leuten aufgeteilt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln weitergebracht über Sopron und Hegyeshalom nach Österreich. … Dafür zahlen Afghanen 3000 bis 3500 und Iraner 4500 bis 6000 Euro.“

„Migranten auf dem griechischen Festland reisen in den Nordwesten des Landes mit öffentlichen Verkehrsmitteln und überqueren zu Fuß die Grenze nach Albanien. Sie stellen dort einen Asylantrag, was ihnen gestattet, sich in Albanien frei zu bewegen; dann überqueren sie die Grenze nach Montenegro. Sie stellen dort möglicherweise erneut einen Asylantrag und können sich dann auch in Montenegro frei bewegen. Dann überqueren sie die Grenze nach Bosnien-Herzegowina und ziehen weiter nach Kroatien (EU-Land). Diese Route wird vor allem von albanischen und kosovarischen Schleusern betrieben.“

„Verschiedene Veröffentlichungen, die einen Bericht des Bundesnachrichtendienstes (BND) zitierten, gaben an, dass die Wanderung von nigerianischen Flüchtlingen von Italien nach Deutschland wahrscheinlich zu einem unkontrollierten Anstieg von ‚extrem gefährlichen gut organisierten nigerianischen Kriminalitätsstrukturen‘ führt.“

„Fünf nigerianische Schmuggler wurden am 14. Februar von der Polizei in Catania (Italien) verhaftet. Die Verhaftung ging auf die Zeugenaussagen einer Minderjährigen zurück, die zuvor deren Schmugglerdienste in Anspruch genommen hatte. Sie wurde dann zur Prostitution gezwungen unter der Drohung, dass ansonsten bei ihr Voodoo-Praktiken angewendet würden.“

„Die Migranten (staatenlose Palästinenser) wurden von einem Menschenschmugglerring in Beirut (Libanon) unterstützt. Diese Leute setzten die Migranten auf die Route Beirut–Adis Abeba (Äthiopien)–São Paulo (Brasilien)–Lima (Peru)–Quito (Ecuador)–Curaçao–Amsterdam. Preis für jeden Passagier: 5000 US-Dollar. Andere Migranten kamen aus Mexiko City und San Jose (Costa Rica) nach Amsterdam. … Die lateinamerikanische Route wird von Schmugglern favorisiert, weil staatenlose Palästinenser in vielen Ländern Südamerikas kein Visum benötigen.“

„Im Jahr 2018 gab es einen Anstieg bei der Überquerung von Grenzen in der Luft. … Die am meisten genutzten Flugrouten mit Blick auf Asylanträge sind: Casablanca (Marokko) nach Madrid und Paris. Istanbul nach Frankfurt/M. und andere EU-Ziele. Von Kutaisi (Georgien) zu verschiedenen EU-Flughäfen. Von Tirana (Albanien) zu italienischen Flughäfen. Von Athen, Thessaloniki, Heraklion zu verschiedenen EU-Flughäfen. Von italienischen und spanischen Regionalflughäfen zu britischen und irischen Flughäfen.“

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