„18 Karat“ hat sich ohne wirtschaftliche Not als Spaß-Dealer in den Knast manövriert. | Foto: Instagram, 18 Karat

Zuletzt aktualisiert 8. August 2025

Ivo Vieira Silva ist der Öffentlichkeit als „18 Karat“ bekannt und macht Rapmusik. Außerdem hat er gelegentlich mit Drogen gehandelt und sitzt deshalb im Knast. Wie bei anderen ausländischen Straftätern auch stellt sich die Frage, ob es den deutschen Steuerzahler nicht günstiger käme, wenn er nach Paragraf 456a der Strafprozessordnung in sein Herkunftsland abgeschoben werden würde.

Genau das soll bereits ausgemachte Sache sein, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Zuständig für einen entsprechenden Antrag ist die Ausländerbehörde der Stadt Dortmund. Die erforderliche Zustimmung der Staatsanwaltschaft gilt als sicher.

Der 39-Jährige Musikkünstler wurde im Dezember 2022 wegen Drogenschmuggels (es ging um etwa 17 Kilogramm Marihuana) zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt. Die reguläre Freilassung würde laut Gerichtsurteil am 19. September 2028 erfolgen. Bei guter Führung wäre er 2026 wieder draußen.

Silva soll – legal mit Rap-Musik – seine erste Million mit 19 Jahren gemacht haben und mittlerweile über einige weitere Millionen Euro verfügen. Soziale Not kann ihn also nicht zum Drogenhandel hingetrieben haben. Für die Behörden liegt es nahe, an dem prominenten Spaß-Dealer ein Exempel zu statuieren, um potentielle Nachahmer abzuschrecken: Strafe einen, erziehe tausend.

Sein Vermögen kann übrigens größtenteils nicht eingezogen werden, weil es legal und nicht durch Drogenhandel erworben worden ist.

Der Gesetzesbruch würde sich für Silva auszahlen, wenn er nach einigen Jahren aus dem Knast entlassen wird und in Deutschland bleiben kann. Er würde damit gegenüber seiner Klientel an Authentizität gewinnen und den Satz widerlegen, der da behauptet: „Verbrechen lohn sich nicht.“ Die Abschiebung dagegen würde seine Kosten-Nutzen-Rechnung ins Negative abrutschen lassen. – Und die Strafjustiz hat zweifellos ein Interesse daran, die soziale Attraktivität der Begehung von Straftaten möglichst klein zu machen.

Was meinen Sie: Sollte „18 Karat“ abgeschoben werden? Oder hat er eine zweite Chance in Deutschland verdient? Schreiben Sie es in die Kommentare!

Ein Gedanke zu „Wird „18 Karat“ nach Portugal abgeschoben?“

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