Russische Truppen nehmen im Donbass Ukrainer in eine Zange. | Snapshot: YouTube

Zuletzt aktualisiert 12. August 2025

Die russischen Streitkräfte haben im Donbass auf breiter Front die ukrainischen Linien durchbrochen. Da berichtet die US-Zeitung „Washington Examiner“ am 11. August 2025. Demnach ist die primäre ukrainische Verteidigungslinie im Donbas um bis zu 16 Kilometern aufgerissen worden, insbesondere in der strategisch wichtigen Zone zwischen Pokrovsk und Kostiantynivka. Die Offensive bewegt sich bis hin zur Dobropillya–Kramatorsk-Autobahn – einer zentralen Versorgungsroute für ukrainische Streitkräfte. Teile von Pokrovsk, Myrnohrad und Kostiantynivka sind nun weitgehend umstellt.

Massive Truppenmobilisierung in Pokrovsk

Rund um Pokrovsk hat Russland etwa 110.000 Soldaten konzentriert, was diese Region zur gefährlichsten auf der gesamten Front macht. Pokrovsk ist ein logistisches Drehkreuz – sein Fall könnte weitreichende Auswirkungen haben.

Ukraine schwer belastet

Im Juli 2025 erzielte Russland 556 km² Geländegewinn, den größten monatlichen Zuwachs seit November 2024. Dabei wurden wichtige Versorgungswege gekappt – etwa zwischen Pokrovsk und Kostiantynivka. Eine temporäre Einstellung der US-Militärauslieferungen, darunter Artillerie, schwächt Kiews Verteidigung deutlich.

Strategiewechsel bei Russland

Berichte vom 10. August 2025 zeigen, dass Russland mechanisierte Großangriffe zugunsten von kleinteiligen Infanterie-Offensiven, unterstützt durch Drohnen und leichte Fahrzeuge, eingestellt hat. Der Grund: Die hohen Verluste bei gepanzerten Einheiten durch ukrainische Drohnen.

Zerstörte Verteidigung und zunehmende Präzisionsschläge

Paradoxerweise erzielt Russland trotz hoher Verluste Erfolge, nicht zuletzt durch die gesteigerte Produktion von Drohnen und Raketen, teilweise in Zusammenarbeit mit Staaten wie dem Iran, China oder Belarus. Die Ukraine steht massiv unter Druck, sowohl militärisch als auch infrastrukturell.

Der aktuelle Durchbruch der russischen Streitkräfte stärkt die Position Putins bei den am Freitag anstehenden Verhandlungen mit Donald Trump in Alaska, bei der es schwerpunktmäßig um russische Gebietsforderungen an die Ukraine geht.

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