Deutsche Behörden vermittelten Kinder und Jugendliche an Pädophile

Kommentare deaktiviert für Deutsche Behörden vermittelten Kinder und Jugendliche an Pädophile

Zuletzt aktualisiert 9. September 2021

Nehmen wir einmal an, irgendjemand würde die Verschwörungstheorie in die Welt setzen, deutsche Behörden hätten rund 20 Jahre lang, vom Ende der 1960er bis zum Beginn der 2000er Jahre, im Rahmen eines sozialen Experiments Kinder und Jugendliche zur Pflege an gerichtsbekannte Pädophile vermittelt. Wäre das glaubwürdig? – Wohl nicht. Wer eine solche Behauptung in den öffentlichen Raum stellt, würde sich dem Verdacht aussetzen, den Staat zu verunglimpfen.

Und doch: Genau so war es.

Der Täter hat einen Namen: Prof. Helmut Kentler, Sozialpädagoge, geboren 1928, gestorben als formal ehrbarer Bürger im Jahr 2008. Er stand nur bis zur Mitte der 1970er Jahre selbst in den Diensten des Landes Berlin, in denen er die Vermittlung junger Menschen an Pädophile betrieb, die aus öffentlichen Mitteln für ihr Werk Pflegegeld erhielten. Später führten andere seine Schandtaten fort und er selbst wechselte auf einen Lehrstuhl an die TU Hannover.

In mehreren Fällen kam es – wie zu erwarten und von Kentler offenbar durchaus auch eingeplant war – zu sexuellen Missbrauchshandlungen. Der Menschenforscher wertete das Ganze als soziales Experiment. Er nahm an, Pädophile würden sich um junge Menschen mit besonderer Zuneigung kümmern, und davon könnten beide Seiten profitieren …

Experimente an Menschen fordern nun einmal, wie wir wissen, hier und da Opfer. Sie waren offenbar kein Privileg vorkonstitutioneller politischer Systeme.

Selbstverständlich wäre es billig, roten und grünen politischen Akteuren pauschal Pädophilie zu unterstellen. Aber der Fall Helmut Kentler lässt uns erahnen, woher der Wind weht: Der Mann war homosexuell, arbeitete für die evangelische Kirche, war fester Bestandteil des linken politischen Milieus in Berlin, und nach seinem Tod lobte ihn der linke Publizist Jan Feddersen in einem Nachruf in der links-alternativen „taz“ vom 12. Juli 2008 als „verdienstvollen Streiter für eine erlaubende Sexualmoral“.

Immerhin kündigt das Land Berlin jetzt Entschädigungszahlungen an seine Opfer an, wie der „Focus“ berichtet.

Kommentieren mit Facebook
Diesen Beitrag teilen: