Der pensionierte evangelische Pfarrer, der sich am Reformationstag im Erfurter Augustinerkloster verbrannt hat, wollte damit ein Zeichen gegen die Islamisierung Deutschlands setzen. Der 73jährige habe sich „aus Sorge vor der Ausbreitung des Islam“ mit Benzin übergossen und angezündet, teilte die Erfurter Pröbstin Elfriede Begrich der Öffentlichkeit mit. Der Geistliche habe bereits seit Jahren versucht, die Ausbreitung des Islam zu einem Thema für die Kirche zu machen. Er war von 1965 bis 1989 Pfarrer in Windischholzhausen bei Erfurt.
Ort und Zeitpunkt des Freitodes haben eine doppelte Symbolik. Vor 30 Jahren, im August 1976, verbrannte sich in Zeitz der Pfarrer Oskar Brüsewitz aus Protest gegen das SED-Regime. Zudem gilt das Augustinerkloster als eine wichtige Wirkungsstätte Martin Luthers. „Die Selbstverbrennung des Oskar Brüsewitz“, Ölgemälde von Matthias Koeppel, 1977
Aktualisiert ( Donnerstag, den 02. November 2006 um 13:33 Uhr )
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